Neun regionale Brauereien präsentieren sich beim Bierfest in Bad Tölz. Terminlich kehrt die Veranstaltung auf ihren angestammten Platz zurück.
Bad Tölz – Vor zwei Jahren feierte das Tölzer Bierfest seine Premiere – und ist schon fest im Veranstaltungskalender etabliert. Der Verein „Wir für Tölz“ greift für die dritte Auflage von Freitag, 12., bis Sonntag, 14. September, auf das bewährte Konzept zurück: Die Besucher können ein Glas erwerben, und sich damit an verschiedenen Ständen durch die Spezialitäten regionaler Brauereien probieren.
Bierfest am Vichyplatz in Bad Tölz
„Auf dem Bierfest habe ich viele Leute wiedergetroffen, die ich seit meiner Jugend kenne, aber teils seit der Schule nicht mehr gesehen hatte“, sagt der Ideengeber und Hauptorganisator Ralph Munkert. Die Idee hinter der Veranstaltung sei somit aufgegangen. Ein regionales Fest für die Tölzer sollte es sein, ein Treffpunkt zum Ratschen, gemütlichen Zusammensitzen und Entspannen. Daneben ist das Fest auch als Plattform gedacht, auf der sich kleine, regionale Brauereien präsentieren. „Es war so, wie ich es gehofft hatte, und ich habe auch tolles Feedback bekommen“, sagt Munkert.
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Das motivierte den Mediziner auch, die Organisation ein weiteres Mal zu übernehmen. „Solange der Aufwand noch überschaubar leibt, mache ich es weiter – auch wenn ich nicht vorhabe, das bis an mein Lebensende zu übernehmen“, sagt er. Große Änderungen gegenüber den Vorjahren gibt es nicht. Neun Brauereien beteiligen sich dieses Mal – eine weniger als 2024. Die beiden Neuzugänge des vergangenen Jahres, der „Steg-Bräu“ Bad Tölz und der „Schwoaga Bräu“ Gaißach, sind dagegen wieder dabei, genauso wie der „Tölzer Mühlfeldbräu“, das „Mariensteiner Brauhaus“, das „Brauhaus Garmisch“, der „Hoppebräu“ aus Waakirchen, die Reutberger Klosterbrauerei, das „Brauhaus Schongau“ und – sozusagen der Platzhirsch – der am Vichyplatz ansässige „Binderbräu“. Sie alle stellen auf dem Vichyplatz ihre Stände auf.
Neun Brauereien präsentieren sich bei Bierfest
Die Besucher können zum Preis von 3,50 Euro ein Glas erwerben und sich dieses an den jeweiligen Brauereiständen mit 0,2 Litern Bier „füllen lassen“ – tatsächlich werden die Gläser aus hygienischen Gründen jedes Mal gegen frische ausgetauscht. Am Ende darf jeder Gast sein gekauftes Glas natürlich mit nach Hause nehmen. „Die ersten haben schon angefangen, die Gläser zu sammeln“, sagt Munkert. Ein eigenes „Bierfest 2025“-Logo wird die Trinkgefäße zieren. Vergangenes Jahr seien an drei Tagen rund 3000 Gläser verkauft worden, so Munkert.
Programm
Freitag, 12. September:
17 Uhr Eröffnung durch die bayerische Bierkönigin, 18 Uhr Brauereiführung Binderbräu, 20 bis 23 Uhr Livemusik mit Max Grasmüller, 17 bis 20 Uhr Taubenschießen.
Samstag, 13. September:
ab 17 Uhr Festbetrieb, 18 Uhr Brauereiführung, 19.30 bis 22.30 Uhr Livemusik mit Driftwood, 17 bis 20 Uhr Taubenschießen.
Sonntag, 14. September:
10 bis 13 Uhr Tölzer Stadtmeisterschaft im Schafkopfen (Einschreibung ab 9.15 Uhr), 10 bis 12 Uhr Frühschoüüen mit Weißwurstfrühstück, 10 bis 20 Uhr Taubenschießen, 11, 14 und 16 Uhr Brauereiführungen; Livemusik: 10 bis 13 Uhr „Rotzblech“, 13.30 bis 15.30 Uhr „RdW = Rendezvous des Wahnsinns“, 17.30 bis 20 Uhr „ScheinEilig“.
Mit seinem Getränk kann jeder entweder über den Platz bummeln oder sich an Biertischen niederlassen. Einen Sitzbereich gibt es laut Munkert in Bühnennähe, einen anderen etwas abseits davon. Bands sorgen für Livemusik. Zum Rahmenprogramm gehören außerdem Brauereiführungen beim „Binderbräu“ (Kosten: 5 Euro), das Angebot, sich im Taubenschießen zu probieren, und die 2. Stadtmeisterschaft im Schafkopfen. Zur Eröffnung des Bierfests wird die bayerische Bierkönigin erwartet.
Bierfest am letzten Ferienwochenende
Terminlich ist das Bierfest wieder zum letzten Ferienwochenende zurückgekehrt. Vergangenes Jahr war die Veranstaltung auf Ende August vorverlegt worden, weil es sonst zu einer Kollision mit dem Konzert von Stadtkapelle und Bananafishbones in der Marktstraße gekommen wäre. Aus Munkerts Sicht aber ist das Wochenende Mitte September ideal. „Da sind viele schon zurück aus dem Urlaub, aber es ist noch vor dem Oktoberfest.“
Und auch am Vichyplatz als Örtlichkeit hält der Veranstalter – selbst überzeugter „Badeteiler“ – fest. „Die Marktstraße ist ein toller Ort, aber es muss nicht immer alles auf der anderen Isarseite stattfinden“, meint er. „So kommen auch mal ein paar Leute aus der Altstadt zu uns rüber.“ (ast)