Hütten und Bergbahnen sind gerüstet für das Traum-Wochenende: „Mit dem Ansturm können wir umgehen“

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„Alle haben sich rausgeputzt“: An der Blomberg-Sommerrodelbahn ist man vorbereitet. © Blomberg UG

Hütten und Bergbahnen im Tölzer Land bereiten sich auf den zu erwartenden Ausflügleransturm am Wochenende vor. Es werden Rekord-Temperaturen erwartet.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Rekordverdächtige Temperaturen für April werden am Wochenende im Tölzer Land erwartet. Bis zu 28 Grad warm und sonnig soll es werden. Mit einem entsprechenden Ansturm der Ausflügler rechnen die Betreiber von Berghütten in der Region. Aber Vorsicht: Viele sind noch in der Winterruhe.

Berghütten-Betreiber rechnen mit viel Betrieb am Traum-Wochenende: „Je mehr kommen, desto besser“

Das gilt auch am Brauneck. Die Bergbahn ist noch bis Ende April in Revision, viele Hütten sind geschlossen. Ganzjährig offen ist aber die Bayernhütte. „Wir freuen uns auf das Wochenende“, sagt Mitarbeiterin Sarah Witzl, „je mehr kommen, desto besser.“ Den Ansturm ist man auf der Bayernhütte schon aus den Vorjahren gewöhnt. Witzl: „Damit können wir umgehen. Wir sind bestmöglich aufgestellt.“ Die Wege seien auch bereits komplett schneefrei.

Mit viel Betrieb rechnet auch Familie Adlwarth, die den „Jaudenstadl“ im Tal betreibt. „Ich schätze, es wird schon einiges los sein“, sagt Katharina Adlwarth. „Die bestürmen uns immer am Wochenende.“ Entsprechend vorbereitet sei man.

Kerstin Oswald von der Reiser Alm am Brauneck nimmt den möglichen Ansturm gelassen. Auf den Ernstfall ist man vorbereitet. „Bier und Essen haben wir genügend da“, versichert sie. Es sei zu erwarten, dass viel los sein wird. „Und wenn es so ist, dann muss man eben vielleicht auch mal zehn Minuten warten.“ Geöffnet ist auch die Kirchsteinhütte im Längental, berichtet Betreiberin Anna Bauer: „Wir sind da und gut gerüstet.“

Massenandrang besonders am Blomberg erwartet: „Haben aufgestockt“

Kathrin Schmid von der Oswaldhütte in Vorderriß genoss am Freitag noch die Ruhe vor dem Sturm in der Mittagssonne. Heuer hat sie die Hütte schon im April aufgesperrt – früher als sonst. „Es war schon so schönes Wetter, deshalb haben wir aufgemacht.“ Auch an der Oswaldhütte werde das Weißbier nicht ausgehen, versichert Schmid. „Wir haben einiges vorbereitet.“

Einen Massenandrang gibt es an sonnigen Wochenenden besonders häufig am Blomberg. „Wir haben die Besetzung an allen Stationen aufgestockt“, berichtet Blomberg-Sprecherin Regina Heider. Die Mitarbeiter haben zudem eine spezielle Einweisung bekommen: Sie sollen Sonnenschutz tragen und ausreichend trinken.

„Alle haben sich fein rausgeputzt“, sagt Heider. Auch am Blomberghaus habe man den bevorstehenden Besucheransturm im Griff. „Es ist ja nicht das erste heiße Wochenende.“ Die Bahn fährt von 9 bis 17 Uhr.

Bergwacht appelliert an Wanderer: Tour vorausschauend planen

Für die Mitarbeiter im Berggasthaus auf dem Herzogstand sind die Wochenendtage die letzten vor dem Urlaub – denn am Montag, 8. April, beginnt die Betriebsruhe, die bis einschließlich 26. April dauert. „Wir waren den ganzen Winter über für die Gäste da. Leider war das Wetter in den Ferien jetzt so schlecht“, sagt Mitarbeiter Johannes Klughammer. Trotzdem – das Team wird am Wochenende noch mal alles geben, denn auch hier rechnet man mit vielen Gästen.

„Wir sind gut vorbereitet, aber wir bitten auch um Verständnis, wenn am Sonntagnachmittag mal was ausgeht“, sagt Klughammer. „Schließlich wollen wir anschließend keine Lebensmittel wegwerfen.“ Die Bergbahn fährt am Wochenende von 9 bis 17.45 Uhr. Vom 15. bis 26. April ist sie dann wegen Revisionsarbeiten geschlossen.

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Georg Aininger, Sprecher der Bergwacht Lenggries, appelliert an die Wanderer, ihre Tour vorausschauend zu planen. „Einige Berge sind noch mit Schnee bedeckt“, warnt er. „In höheren Lagen gibt es noch Schneefelder.“ Dabei könne es rutschig werden. Zudem empfiehlt er wegen der hohen Temperaturen, schon in den Morgenstunden loszugehen. Eine „sehr gute Vorbereitung“ sei für jeden Berggeher wichtig. „Dazu gehören genügend Brotzeit und Trinken, eine Taschenlampe und eine Erste-Hilfe-Tasche oder zumindest eine Rettungsdecke“ – außerdem ein aufgeladenes Smartphone, um im Notfall Hilfe holen zu können. Wichtig sei Wechselkleidung, da gerade in Schattenlagen noch kalte Winde wehen könnten. (vfi/müh)

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