Viele Wirte auf Mallorca bezeichnen die Sommersaison 2025 als miserabel: Die Insel leidet zwar unter Massentourismus, doch die Restaurants haben zu wenig Gäste. Um von den wenigen Gästen mehr Geld zu erhalten, lassen sich manche Wirte etwas einfallen. So berichtete kürzlich eine Urlauberin, dass sie 12 Euro für das Aufhängen ihrer Tasche bezahlen sollte.
Ein Urlauber auf Mallorca staunte jetzt nicht schlecht, als er bei näherem Hinsehen ebenfalls einen ungewöhnlichen Posten auf seiner Rechnung entdeckte.
Restaurant schreibt 10 Prozent Trinkgeld mit auf Rechnung: „Fällt nur bei genauer Kontrolle auf"
Der Wirt des Restaurants in Palmanova verdonnerte ihn einfach dazu, zehn Prozent Trinkgeld zu zahlen. Die Servicekosten waren bereits in die Endsumme eingerechnet. „Der Betrag ohne Service wird nur sehr klein ausgewiesen. Das fällt nur bei genauer Kontrolle der Rechnung auf“, sagte der überrumpelte Tourist der „Mallorca Zeitung“.
Das Restaurant sieht kein Problem. Auf Nachfrage erklärte ein Mitarbeiter, man handele vollkommen transparent. Der Kunde könne ja selbst entscheiden, er sehe sowohl eine Gesamtsumme mit als auch eine ohne Trinkgeld. Oft kämen Gäste nachträglich mit der Rechnung und forderten das Geld zurück – dann erstatte man es auch.
So ist die Trinkgeld-Regelung in Spanien
In Spanien ist Trinkgeld (propina) freiwillig und nicht zwingend erforderlich, aber ein Zeichen der Wertschätzung für guten Service. In Restaurants wird ein Trinkgeld von fünf bis zehn Prozent der Rechnungssumme als angemessen betrachtet, wie das „SRK Reisemagazin" berichtet. In Bars ist es üblich, den Betrag aufzurunden oder ein paar Münzen in eine bereitgestellte Trinkgeldkasse zu werfen.
- Trinkgeld in Spanien im Café oder Restaurant: fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrags
- Trinkgeld in Spanien im Hotel: ein Euro pro Tag
- Trinkgeld in Spanien beim Taxifahren: aufrunden ist erlaubt, wird aber nicht erwartet