Eine Elterninitiative will durch eine Spendenaktion den Bau eines Spielplatzes realisieren. Die Gemeinde ist schon mit ins Boot gestiegen.
Icking – Eine große Wiese mit Gänseblümchen, zahlreiche Apfel- und Birnbäume, die Schatten spenden – das etwa 3500 Quadratmeter große Areal an der Attenhauser Straße in Dorfen verdient es, als Idyll bezeichnet zu werden. In Kürze soll es als Spielplatz genutzt werden, der sich an möglichst viele Altersstufen richtet. Eine Elterninitiative versucht nun auf einer Crowdfunding-Plattform, Spenden für weitere Spielgeräte zu sammeln.
Gemeinde stellt 30.000 Euro zur Verfügung
„Das Grundstück war jahrelang verpachtet“, berichtet Ickings Bürgermeisterin Verena Reithmann. „Jetzt haben wir es wieder zurückbekommen und wollen es der Allgemeinheit zugänglich machen.“ Die Gemeinde Icking stellt für den Kauf von Spielgeräten 30 000 Euro zur Verfügung. „Damit sind die Basics wie Klettergerüst, Schaukel, Sandkasten, Balancierbalken und Karussell abgedeckt“, so die Rathauschefin.
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Wipptiere und ein Garten, um Gemüse anzupflanzen
Eine Elterninitiative will diese Grundausstattung noch etwas aufstocken. „Wie mit einem zusätzlichen Klettereck mit Hantelringen, das auch Papas und große Kinder nutzen können, Feder-Wipptieren oder einer Baby-Hangrutsche“, sagt Franziska Progscha. Ein Geldinstitut habe bereits eine Bank gestiftet. „Wir hätten hier noch einige Ideen.“ Zudem soll im hinteren Areal des Grundstücks ein Gartenteil entstehen, auf dem gemeinsam Gemüse gepflanzt werden könnte. Judith Schleyer, die ebenfalls der Elterninitiative angehört, hat in diesem Zusammenhang extra eine Fortbildung besucht. Man wolle, dass die Kinder hier gemeinsam spielen und toben, Groß und Klein als Gemeinschaft zusammenkommen könne, sind sich die drei Frauen einig.
Als Spendenziel sind 7500 Euro angesetzt. „Wir sind aber auch zusätzlich auf tatkräftige Hilfe angewiesen“, so Progscha weiter. Diesen Punkt kann Reithmann nur unterstreichen. „Der Bauhof kümmert sich um den Aufbau, baut aber auch auf die Mithilfe aus der Bevölkerung.“ Erste Arbeiten sollen Ende Juni in Angriff genommen werden.
Bürgermeisterin: „Werden eine Lösung finden“
Verena Reithmann denkt zudem an einen zweiten Zuweg. Derzeit ist das leicht erhöht liegende Grundstück nur über einen kleinen Weg zu erreichen. Als Parkmöglichkeit ist aber das entgegengesetzte, niedriger liegende Ende vorgesehen. Sprich: Um den Fußweg zu erreichen, müsste man erst etwa 30 Meter neben der Straße ohne Gehweg laufen. „Wir werden eine Lösung finden“, sagt die Bürgermeisterin. „Und wir hoffen, dass möglichst viele zu Fuß zu dem Spielplatz kommen werden.“ (sh)
INFO: Spenden kann man unter www.gofundme.com/f/spielplatz-fur-dorfen