Kita im Altenheim wird jetzt zur festen Einrichtung

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Kinderkrippe im Altenheim: Ein Modell, das allen Freude macht

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Der Spielplatz der Krippengruppe „Hummelnest“ im Hof des Weilheimer Bürgerheims. Viele dort lebende Senioren freuen sich laut Stadt über die Lebendigkeit, die die Kita-Gruppe mit sich bringt. © Reitinger

Die Kinderkrippe „Hummelnest“ im Weilheimer Bürgerheim wird zur festen Einrichtung: Dafür muss die Stadt die Räume dort für rund 300.000 Euro umbauen. Doch das sei geradezu ein Schnäppchen, heißt es aus dem Rathaus.

Kinderkrippe im Altenheim? Das klingt erst mal ungewöhnlich. Aber was die Krippengruppe „Hummelnest“ im Weilheimer Bürgerheim betrifft, ist das eine Situation, mit der offenbar alle Beteiligten richtig glücklich sind. So war auch im Hauptausschuss des Weilheimer Stadtrates diese Woche die Freude groß, dass diese Krippe nun zur dauerhaften Einrichtung werden soll.

Umbau soll die Kita im Bürgerheim dauerhaft sichern

Zwar gibt es die Kita im Souterrain des städtischen Altenheims schon seit 2016: Bis August 2024 betrieb die „Fortschritt Bayern gGmbH“ das dortige „Hummelnest“, seitdem ist die Gruppe eine Außenstelle der städtischen Kita „Pfiffikus“. Doch die Fachaufsicht des Landkreises spricht die Betriebserlaubnis jeweils nur für ein Jahr aus, weil für den dauerhaften Betrieb einer Krippengruppe im Bürgerheim diverse Umbauarbeiten erforderlich sind. Und genau diese Arbeiten will die Stadt Weilheim nun anpacken, um das „Hummelnest“ dauerhaft zu sichern.

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Dafür sollen der Krippe zwei weitere Räume zugeschlagen werden, erläutert Christian Hollrieder, der im Weilheimer Rathaus das Sachgebiet Kinderbetreuung leitet: Der bisherige Gymnastikraum des Bürgerheims (der stattdessen im Dach㈠geschoss untergebracht werden soll) wird zum Ruheraum für die Kinder. Außerdem besteht Umbaubedarf in puncto Sanitäranlagen. Die Umbaukosten sind mit „maximal 300.000 Euro“ veranschlagt. Im Vergleich zu einem Neubau sei das definitiv günstig, betonte Hollrieder im Ausschuss: Muss eine Kita neu errichtet werden, so rechne man mittlerweile mit Baukosten von 1,5 Millionen Euro pro Gruppe. Für den Umbau im „Hummelnest“ seien zudem 56 Prozent Zuschuss fest zugesagt; die Stadt selbst müsse etwa 135.000 Euro dafür aufbringen.

Kita im Altenheim: Senioren freuen sich über die Kinder

So empfiehlt die Stadtverwaltung klar diesen Umbau, der im Sommer 2026 erfolgen soll. Der Bedarf für diese Krippengruppe mit 15 Plätzen sei gegeben, und der dauerhafte Betrieb im Bürgerheim stelle die kostengünstigste Möglichkeit zur Schaffung einer zusätzlichen Krippengruppe dar. Zudem würden durch die Angliederung an die Kita „Pfiffikus“ trotz räumlicher Trennung Synergien genutzt.

Der Hauptausschuss stimmte dem Umbau bei der Vorberatung einmütig zu – sehr zur Freude von 2. Bürgermeisterin Angelika Flock (CSU), die als Sitzungsleiterin fungierte und zugleich Stadtratsreferentin für Kindertagesstätten ist. „Die Senioren sind so glücklich, dass Kinder im Bürgerheim sind“, berichtete Flock und richtete „ein großes Dankeschön“ an die Heimleitung für die Ermöglichung dieser Nutzung. Auch dass eine städtische Kita diese Räume im städtischen Altenheim nutze, sei „ein toller Synergieeffekt“. Entschieden wird über den Umbau fürs „Hummelnest“ in der Stadtratssitzung am Donnerstag, 2. Oktober.

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