Fraunberg: Sie alle bringen ein Stück Lebensqualität

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Viele Infos gab‘s im Fraunberger Bürgersaal zu den unterschiedlichen Hilfsangeboten. © Friedbert Holz

„Die Lebensqualität im eigenen Zuhause sichern“ ist eines der Hauptziele, das von Dagmar von Fraunberg, Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Fraunberg, bei der Feier des zehnten Geburtstags im Bürgersaal des Gemeindezentrums ganz nach vorne gestellt wurde. Am Samstag gab es eine Ausstellung aller Dienste und Organisationen, die sich schon seit geraumer Zeit in den Dienst der Bürger stellen – von der Flüchtlingshilfe bis zum Fahrdienst.

Fraunberg – Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hans Wiesmaier, der sich über einen vollen Saal freute, gab von Fraunberg einen kurzen Rückblick auf die Entstehung des Vereins, der einst als Hilfe vor allem für ältere Menschen ins Leben gerufen worden war (wir berichteten). 40 Aktive würden sich nahezu täglich um Bürgerinnen und Bürger in Not kümmern, jährlich komme es zu rund 1000 Helferstunden und zu gut 6000 gefahrenen Kilometern, zu Ärzten oder zu Behörden, so die Vereinsvorsitzende. Danach ging sie kurz auf die im Halbkreis aufgebauten Organisationen ein, die sich im Bürgersaal mit ihren jeweiligen Angeboten präsentierten.

Bezirksrat und Erdings OB Max Gotz gab sich erstaunt über so viel Engagement in einer 4000-Seelen-Gemeinde, dankte vor allem Rathauschef Wiesmaier für dessen Einsatz und den Aufbau eines offensichtlich bestens funktionierenden Netzwerks. „Das Miteinander wird in unserem Zusammenleben immer wichtiger, Vereinsamung ist ein wachsendes Problem“, brachte Gotz die Nöte der Zeit zur Sprache. Daher seien freiwillig geleistete Hilfsangebote in einer Gemeinde besonders wichtig, der Staat könne nicht mehr alles leisten, die Versorgung werde zunehmend teurer. In diesem Sinn äußerte sich auch der stellvertretende Landrat Franz Hofstetter: Der Landkreis baue unbedingt auf die Hilfen vor Ort, „denn vor allem Eigeninitiative bringt uns weiter“.

Claudia Nertinger vom Vorstand der Caritas dankte ebenfalls allen, die ihre Hilfe anbieten. Und sie bekam, wie ihre Vorredner, als Gastgeschenk ein paar warme Wintersocken, selbst hergestellt von der örtlichen Strickgruppe, die schon etwas länger besteht als die Nachbarschaftshilfe.

Jetzt konnten sich die zahlreichen Besucher selbst ein Bild machen von den Angeboten, konnten von Stand zu Stand gehen, um sich zu informieren. Es gab einige Vorträge von Experten zu speziellen Themen, und wer wollte, konnte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr sogar den Einsatz eines Defibrillators erklären lassen, die sich auf dem Hof vor dem Gemeindezentrum postiert hatte. Dort standen übrigens auch Bänke und Tische, um sich nach den vielen Informationen auszuruhen und etwa Kaffee und Kuchen zu genießen.

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