Drei Tage lang verwandelte sich Brucks Innenstadt in eine Feier- und Schlemmermeile. Das Altstadtfest zog viele Besucher an – auch von weiter weg.
Das Altstadtfest ist eine Reise wert. Der Ansicht ist nun auch die Nürnbergerin Selina Gräßel. Sie besuchte ihren Freund Benedikt Gayer und war das erste Mal da. „Es ist für eine eher kleinere Stadt wirklich viel los. Die Stimmung ist super“, sagt sie. Gemeinsam mit ihren Freunden genoss die 30-Jährige zahlreiche Acts. Unter anderem ein Auftritt der Band Solid Age. „Da waren wirklich viele Leute da, es war echt lustig“, erklärt sie.
Nicht nur deshalb hinterlässt das Fest einen bleibenden Eindruck bei der Nürnbergerin. Gemeinsam mit einer Freundin ließ sie sich am Altstadtfest tätowieren – ein kleines Tattoo am Ringfinger. Auch der kurze Regenschauer am Samstagnachmittag störte Selina Gräßel nicht. „Wir haben uns Schirme gekauft und konnten einfach weiterfeiern“, erklärt sie. Für alle, die nächstes Jahr wiederkommen, hat die Nürnbergerin einen Tipp. „Den besten Aperol macht die Feuerwehr, da waren wir sehr oft.“
Bei der Feuerwehr-Bar helfen alle zusammen
Die Freiwillige Feuerwehr Fürstenfeldbruck betreibt jedes Jahr die Bar gegenüber der Sparkasse. Stadtbrandinspektor Michael Ott freut sich über die vielen Leute, die kommen. „Schon am Freitag sind uns die Leute die Bar eingerannt“, erklärt er. Besonders beliebt bei den Besuchern in diesem Jahr: Mojito und alle Spritz-Getränke. Pro Tag hat der Feuerwehrverein rund 15 Unterstützer. „Das Zusammenhelfen gefällt mir an derartigen Festen immer wahnsinnig gut“, erklärt Ott. „Es wird im Laufe des Abends sehr stressig, aber wenn alle zusammenhelfen, sind immer genug Leute da. Das gib einem ein gutes Gefühl.“
Einer der Helfer ist Martin Dilg. Er ist am Samstag Barchef. „Ich mag einfach den Kundenkontakt. Es macht Spaß, wenn die Leute gut drauf sind“, sagt er. Am liebsten mischt er die Cocktails „Long Island Icetea“ und „Sex on the Beach“. Ott ist von der Organisation des Altstadfests begeistert. „Die Stadt plant es wirklich jedes Jahr nochmal besser“, meint er.
Bei aller Party-Laune betont er aber auch: Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr ist trotz des Barbetriebs immer gewährleistet. Die Feuerwehr hat zahlreiche Helfer außerhalb des Barteams, die sich um mögliche Einsätze in und um Bruck kümmern. Nur im äußersten Notfall müssten Leute von der Bar abgezogen werden, um die anderen Feuerwehrleute zu unterstützen.
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Exotische Gerichte lassen die Besucher Schlange stehen
Mimi Maier ist mit ihrem Foodtruck Mamaseya zum ersten Mal auf dem Altstadtfest. Sie bietet äthiopische Gerichte an, darunter auch viele vegane Speisen. Seit einem Jahr zieht Mimi Maier mit ihrem Foodtruck von Veranstaltung zu Veranstaltung. Für das Altstadtfest in diesem Jahr erhielt sie zunächst eine Absage, da bereits alle Plätze belegt war. Schließlich durfte sie aber doch für einen anderen Stand einspringen.
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An ihrem Foodtruck ist viel los. Die Besucher stehen Schlange, um das exotische Essen zu probieren. „Die Leute hier sind total offen und wollen mein Essen ausprobieren, das freut mich sehr“, erklärt Maier. Besonders beliebt ist das Gericht „Sica Wot“. Hierbei handelt es sich um geschmortes Rindfleisch mit Soße. Mimi Maier beschreibt das Gericht als „Aromafeuerwerk“.
Neue Bekanntschaften werden geschlossen
An anderer Stelle haben es sich Christian Käser und seine Frau Nicole Meyer gemütlich gemacht. Sie freuen sich über viele neue Bekanntschaften. Beim Cafe Central teilen sie sich einen Tisch mit Arthur, Andrea und Inge Zeidler. „Es ist echt toll, dass man hier neue Leute kennenlernt. Die Gemütlichkeit am Altstadtfest ist super“, erklärt Christian Käser. Arthur Zeidler und seine Familie sind immer an der Bühne des Cafe Central, wo eher rockige Musik läuft.
Aber auch auf den anderen Bühnen in der Brucker Innenstadt war einiges geboten. So spielten Bands wie FunkVerkehr, Rock Division, die Performer oder die Black Head Blues Band. Zahlreiche Tanzgruppen traten ebenfalls auf. So unter anderem die Small Town Dancers, die Turnergarde Moorenweis und das Tanzstudio Body & Beat. (Antonia Plamann)