Die Feuerwehr Geretsried bewältigte vergangenes Jahr 209 Einsätze und 62 Übungen. Bürgermeister Michael Müller betont den Wert der ehrenamtlichen Arbeit für die Stadt.
Geretsried – 209 Mal mussten die Floriansjünger im Vorjahr zu Bränden, Verkehrs- oder Chemieunfällen ausrücken. Dies bedeutet zwar einen geringfügigen Rückgang der Hilfeleistungen, das Arbeitsvolumen der 96 aktiven Mitglieder blieb aber aufgrund umfangreicher Ausbildungs- und Übungsmaßnahmen hoch. In der Jahresversammlung am Montag ließ Kommandant Erik Machowski verschiedene Ereignisse Revue passieren.
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Am meisten passiert zwischen Mittwoch und Wochenende
In Erinnerung blieb ihm die Kollision eines Linienbusses mit einem Lkw im Geltinger Gewerbegebiet am 26. Februar. Die Fahrgäste zogen sich damals aufgrund splitternder Fensterscheiben lediglich leichte Verletzungen zu, sodass der Einsatz nur 37 Minuten dauerte. Deutlich länger währten die Hilfeleistungen im November nach einem Zusammenstoß zweier Pkw auf der B11 zwischen Geretsried-Stein und dem Bibisee. Nahezu vier Stunden Zeit kostete dieser Einsatz.
Glimpflich endeten Wohnungsbrände in Mehrfamilienhäusern an der Egerlandstraße und der Siebenbürger Straße. Sie forderten lediglich hohen Sachschaden, verletzten aber keine Bewohner und griffen dank des zügigen Einschreitens der Feuerwehr auch nicht auf Nachbargebäude über. Machowski machte sich die Mühe, eine Statistik zu den Einsätzen je nach Wochentag zu erstellen. „Das meiste passiert im Zeitraum zwischen dem Mittwoch und dem Wochenende“, stellte der Kommandant fest. Zudem verzeichnete er zum Jahreswechsel und in Ferienzeiten viele Vorkommnisse.
Um die umfangreichen Herausforderungen wie beispielsweise Atemschutz und Absturzsicherung zu meistern, versammelten sich die Einsatzkräfte im vergangenen Jahr zu 62 Übungen. Zudem unterrichten die Helfer zehn Grundschulklassen mit insgesamt 230 Kindern in Sachen Brandschutzerziehung. Die intensive Jugend- und Mitgliederwerbung sowie die Indienststellung neuer Einsatzmittel gehören nach wie vor zu den Hauptzielen der Feuerwehr. Bürgermeister Michael Müller sicherte hier die finanzielle Unterstützung der Stadt zu. „Ihr seid kein Kostenfaktor, sondern eine Sicherheitsgarantie für die Stadt – und das kann uns nicht teuer genug sein“, betonte der Rathauschef.
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Kameraden sammelten 500 Euro für Seniorenhilfe
Kreisbrandinspektor Robert Schmid bemerkte, dass sich trotz der Vielzahl der Einsätze keiner der Helfer verletzt habe. „Das ist ein Zeichen eurer guten Ausbildung“, lobte er. Vereinsvorsitzender Florian Effenberger hatte sich zuvor für das ehrenamtliche Engagement der Truppe bedankt, deren Zusammenhalt mit Faschingsbällen, der Teilnahme am Alpenland-Firmenlauf und Museumsausflügen gestärkt wurde. Am Ende der Hauptversammlung ließen die Kameraden den Spendenhut durch die Reihen gehen und sammelten 500 Euro für die Seniorenhilfe Oberland ein.