Wetter-Chaos in Bayern: Starkregen, Hagel, Schnee in den Alpen – Wo es besonders brenzlig wird

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Regenchaos in Bayern: Überflutete Keller und Aquaplaning-Unfälle häufen sich. Und die Wetterprognosen versprechen keine Entwarnung.

München – Land unter im Freistaat: Die Wetterprognosen sagen weiterhin Regen und Gewitter voraus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet bereits am Sonntagmorgen, 27. Juli, mit Starkregen, der 15 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde bringen könnte.

Unwetter-Chaos in Bayern: Starkregen im Süden, ab Mittag Gewitter im Freistaat

Im Laufe des Vormittags sollen Gewitter aufziehen, begleitet von stürmischen Böen bis zu 70 Kilometern pro Stunde und Hagel. Vereinzelt könnten sogar bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, so der DWD. Ab Mittag wird in ganz Bayern mit Schauern und Gewittern gerechnet. Die Temperaturen sollen zwischen 19 und 24 Grad liegen.

Dunkle Wolken am Horizont: In Bayern bleibt die Wetter-Lage angespannt. Der Deutsche Wetterdienst kündigt weitere Gewitter und Starkregenfälle an. (Symbolbild)
Dunkle Wolken am Horizont: In Bayern bleibt die Wetter-Lage angespannt. Der Deutsche Wetterdienst kündigt weitere Gewitter und Starkregenfälle an. (Symbolbild) © IMAGO / onw-images

Im Alpenraum und im Alpenvorland erwartet der DWD anhaltenden Regen. Bis einschließlich Dienstag könnten zwischen 60 und 90 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb von 72 Stunden fallen. In einigen Gebieten seien sogar 120 bis 150 Liter möglich.

Starkregen in Franken – Überflutete Keller in Nürnberg

Am Samstag fielen in Nürnberg innerhalb von drei Stunden etwa 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Laut Feuerwehrangaben gingen am Nachmittag über 300 Notrufe ein. Die Rettungskräfte mussten rund 150 Mal ausrücken.

In den meisten Fällen liefen Keller voll. Auch in einer Tiefgarage und auf mehreren Straßen stand das Wasser etwa einen halben Meter hoch. Am Abend hörte der Regen dann auf.

Zahlreiche, teils schwere Unfälle: Autofahrer verlieren bei Regen die Kontrolle

Das Polizeipräsidium Schwaben-Nord meldete ebenfalls am Samstag mehrere Unfälle durch Aquaplaning, wie ein Sprecher mitteilte. Die Fahrer hätten ihre Geschwindigkeit nicht angepasst. Auf der Autobahn 3 bei Neuhaus am Inn (Landkreis Passau) verlor ein 31-jähriger Autofahrer auf nasser Fahrbahn die Kontrolle und prallte gegen die Mittelleitplanke.

Auch auf der Autobahn 73 bei Strullendorf (Landkreis Bamberg) kollidierte ein Auto wegen des Regens mit der Mittelleitplanke. Bei Forchheim stieß in der Nacht ein Mann mit seinem Fahrzeug gegen die Mittel- und Seitenleitplanke der Autobahn.

Wasserstände steigen – bislang aber keine Gefahr

Trotz der angekündigten Regenfälle und Gewitter meldeten die bayerischen Polizeipräsidien am Morgen keine außergewöhnlichen Einsätze. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd erklärte, dass im Bereich des Chiemsees die Wasserstände in Gewässern und Bächen zwar anstiegen, jedoch bisher keine Straßen oder Keller überflutet wurden. Lediglich in einem Tunnel stand zwischenzeitlich „minimal“ Wasser.

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Verrückte Wetterlage Ende Juli: Schnee oberhalb von 2.500 Metern

Auch in der Nacht zu Montag soll es weiterhin stark regnen. Der DWD erwartet vor allem in Schwaben und Oberbayern Starkregen. Die Gewitter sollen jedoch nachlassen. Auch am Montag wird laut DWD wieder Regen und Schauer erwartet. An den Alpen soll oberhalb von 2.500 Metern Schnee fallen.

In der Nacht zu Dienstag lasse der Regen vielerorts nach, teilte der DWD mit. Tagsüber wechseln sich Wolken und Schauer ab. Eine Ausnahme bildet der Alpenrand: Dort soll es weiterhin kräftig regnen, und auf den höchsten Gipfeln wird Schnee erwartet. (fhz)

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