Teils extrem heftige Regenfälle sorgten für Chaos in Bayern. Allein in Nürnberg sind bei der Feuerwehr mehr als 300 Notrufe eingegangen.
München – Heftige Regenfälle haben in Teilen Bayerns Straßen überflutet und Keller unter Wasser gesetzt. Allein die Feuerwehr Nürnberg berichtete, dass am Samstagnachmittag, 25. Juli, mehr als 300 Notrufe eingegangen seien. Innerhalb von drei Stunden seien 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.
Rund 150 Einsätze seien wetterbedingt durchgeführt worden, hauptsächlich wegen vollgelaufener Keller. In einer Tiefgarage habe das Wasser etwa einen Meter hoch gestanden. Straßen waren laut Feuerwehr bis zu 50 Zentimeter hoch mit Wasser bedeckt. Verletzte oder größere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet. Am Abend hörte der Regen in Nürnberg auf.
Schwere Unfälle auf regennassen Fahrbahnen – Elfjähriger stirbt nach Crash im Süden Bayerns
Auf der regennassen Fahrbahn des Autobahnkreuzes München Süd kam es zu einem heftigen Zusammenstoß zweier Autos, bei dem ein Fahrzeug in einen angrenzenden Grünstreifen geschleudert wurde. Die Polizei teilte mit, dass beide Fahrer schwere Verletzungen erlitten. Die Beifahrer der Fahrzeuge kamen mit leichteren Verletzungen davon.
Noch dramatischere Folgen hatte ein Unfall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Nach einem schweren Frontalzusammenstoß ist dabei ein Elfjähriger in der Klinik seinen Verletzungen erlegen.
„Das Gelände wird evakuiert“ – Veranstaltungen wetterbedingt abgesagt
Die Polizei in Nördlingen nahe der Grenze zu Baden-Württemberg teilte mit, dass es keine größeren Einsätze gebe. Veranstaltungen im Freien litten jedoch unter dem Wetter.
Ein Festival in Megesheim in der Nähe von Nördlingen wurde abgesagt. Die Veranstalter schrieben auf Facebook: „Das Gelände wird evakuiert. Wer Hilfe benötigt, meldet sich bei den Sanitätern.“ Zuvor war die Veranstaltung unterbrochen worden. Die Besucher sollten ihre Fahrzeuge aufsuchen.
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Dauerregen an den Alpen prognostiziert
Für das Alpenvorland galt am Abend eine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor anhaltendem Regen. In einigen Regionen besteht die Gefahr bis Dienstag. Bis zu 90 Liter pro Quadratmeter werden in dieser Zeit erwartet. Örtlich könne es auch zu Überflutungen kommen. (fhz)