Der Oktober war der dritte Monat des Jahres, der zu kühl ausgefallen ist. Ursache waren vor allem Wetterlagen, die meist östliche oder auch nördliche Luftmassen zu uns brachten.
In den ersten Tagen des Monats bestimmte ein Hochdruckgebiet zwischen Finnland und Russland die Wettersituation. Es war trocken und bedingt durch eine nordöstliche Luftströmung schon sehr kühl. Auf dem Berg gab es zwar keinen einzigen Frosttag, in Talnähe jedoch, wie zum Beispiel in Peißenberg, fielen die Temperaturen in den Keller und die ersten frostigen Nächte traten auf. In den Vorjahren zeigte sich das Oktober-Wetter häufig von einer anderen Seite.
Sturmtief zu Oktober-Beginn
Am 4. Oktober kam mit einem Sturmtief über der Nordsee Schwung in die Wetterküche. Mit dem starken Wind, der auch hier am Alpenrand wehte, kamen auch stärkere Niederschläge, bevor sich das Wetter wieder stabilisierte. In der Folge dominierte meist hoher Luftdruck und Regen war wieder selten. Da jedoch die Luft immer noch aus nördlichen Richtungen heranzog, änderte dies nichts an den eher kühlen Temperaturen.
Höhere Temperaturen erst gegen Monatsende
Erst am 19. und 20. Oktober kamen mit Föhnunterstützung wärmere Luftmassen zu uns, die aber gleichzeitig einen Wechsel zu eher feuchtem Wetter ankündigten. Zwar war es dabei tagsüber warm, jedoch traten in Tallagen die nächsten Nachtfröste auf. Ab dem 24. Oktober wurde es dann wieder kühl und in den Niederschlag mischten sich am Berg sogar die ersten Schneeflocken der Saison. Durch ein weiteres Hochdruckgebiet endete der Monat mild.
Mit einer Monatsmitteltemperatur von 7,4 Grad Celsius lag der diesjährige Oktober um 0,9 Grad unter der langjährigen Mitteltemperatur von 8,3 Grad. Die Monatshöchsttemperatur von 19,4 Grad wurde am 4. Oktober gemessen, die Monatstiefsttemperatur erreichte 0,6 Grad am 26. Oktober.
Neun Tage mit Windstärke 6
Der Monatsniederschlag lag bei 51 Millimeter. Das sind nur 65 Prozent der normalen Erwartung von 78,2 Millimeter. Den höchsten Tagesniederschlag gab es am 5. Oktober mit 12,4 Millimeter. Die Sonne schien insgesamt 118,4 Stunden. Das entspricht 91 Prozent der normalen Erwartung von 130,8 Stunden. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 27. Oktober mit 98,6 km/h gemessen. Starker Wind (Windstärke 6) wehte an neun Tagen.
VON STEFAN SCHWARZER