Fünf Unfälle am Wochenende: Polizei Kochel hatte bei dem schönen Wetter viel zu tun

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Die Polizei in Kochel musste bei dem schönen Ausflugswetter zu fünf Unfälle anrücken (Symbolbild). © Andreas Baar

Die Polizeistation Kochel war am Wochenende mit gleich fünf Verkehrsunfällen beschäftigt. Grund war der sehr starke Ausflugsverkehr im Zwei-Seen-Land.

Kochel - Die Beamten der Polizeistation in Kochel hatten am Samstag/Sonntag (20./21. September) gut zu tun: Insgesamt fünf Verkehrsunfälle beschäftigten die Ordnungshüter - nachdem das gute Wetter zu „sehr hohem Ausflugsverkehrsaufkommen“ geführt hatte, wie es von der Polizei heißt.

Starker Ausflugsverkehr führte am Wochenende zu mehreren Verkehrsunfällen im Dienstbereich der Polizeistation Kochel

Der erste Unfall mit einer leicht verletzten E-Bikerin ereignete sich am Samstag (20. September) gegen 11.30 Uhr. Laut Polizei war eine 68 Jahre alte Frau aus Schwabsoien auf der Schlehdorfer Straße in Kochel ortseinwärts unterwegs und touchierte versehentlich den rechten Randstein. Die Frau stürzte. Mit mehreren Prellungen endete ihr Ausflug in der Unfallklinik Murnau. „Schlimmere Verletzungen dürfte der von ihr getragene Fahrradhelm verhindert haben“, teilt die Polizei mit. Das leicht beschädigte E-Bike habe ein freundlicher Anwohner kurzzeitig untergestellt.

Bikerin stürzt in der „Applauskurve“

Der nächste Unfall, ebenfalls mit Personenschaden, passierte um 12.20 Uhr „nicht gerade überraschend am Kesselberg in der ,Applauskurve‘“, heißt es von der Polizei. Eine 25 Jahre alte Kradfahrerin aus München war mit ihrer Kawasaki bergabwärts unterwegs, in der Linkskurve gestürzt und gegen die Felswand geprallt.

Die längere Rutschpartie unmittelbar nach dem Sturz habe einige Energie abgebaut, so dass der Aufprall gegen die Wand glimpflich ausgefallen sei. Auch habe die gute Schutzkleidung die Frau vor schwereren Verletzungen bewahrt. Dennoch musste das BRK die Münchnerin mit Verdacht auf eine Rückenverletzung in die Unfallklinik Murnau bringen. Der Sachschaden an der Maschine werde auf 2.000 Euro geschätzt. Gegen die Fahrerin wird laut Polizei wegen des Verdachts eines Geschwindigkeitsverstoßes ermittelt.  

Autofahrer nahm E-Biker die Vorfahrt

„Eher eine Ausnahmeerscheinung“ war laut Polizei um 12.50 Uhr die Vorfahrstmissachtung eines 24 Jahre alten Kochlers: Dieser habe mit seinem Opel an der Kreuzung Alte Straße/Kalmbachstraße in Kochel einen noch 82 Jahre alten E-Biker, ebenfalls aus Kochel, zu spät wahrgenommen, als dieser mit seinem E-Bike die Kalmbachstraße in Richtung Kohlleite fuhr.

Im Kreuzungsbereich fuhr der Opel-Fahrer mit der Front den E-Biker seitlich an und brachte diesen zu Sturz. Der Radler konnte sich soweit abfange, dass es bei ein paar Abschürfungen am Knie blieb. Das E-Bike und das Auto wurden jeweils leicht beschädigt, die Polizei schätzt den Schaden auf einige hundert Euro.

Gegen den Unfallverursacher wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung im Straßenverkehr ermittelt. Da bis zum Eintreffen der Polizei keine Zeugen mehr verblieben waren, wird um deren nachträgliche Kontaktaufnahme mit der Polizei in Kochel unter Telefon 08041/76106273 gebeten.

Missglücktes Manöver eines Radlers (7)

Ein missglücktes Abbiegemanöver eines sieben Jahre alten Buben aus München mit seinem Fahrrad verursachte gegen 15.50 Uhr den Sturz eines 79 Jahre alten E-Bikers aus Bad Tölz in der Lobisau am Walchensee. Laut Polizei waren der Bub und dessen Vater mit ihren Rädern in Richtung Zwergern unterwegs und bogen auf Höhe des dortigen Campingplatzes links ab.

In Richtung Walchensee kam ihnen der Tölzer mit seinem E-Bike entgegen. Um nicht mit den hinter seinem Vater noch abbiegenden Jungen zu kollidieren, bremste der E-Biker stark ab, rutschte mit dem Zweirad weg und stürzte. Dabei zog sich der Tölzer eine Kopfverletzung und an mehreren Stellen Abschürfungen zu. Das BRK transportierte den 79-Jährigen in die Klinik nach Garmisch-Partenkirchen. Der Schaden an seinem E-Bike wird auf 200 Euro geschätzt.

Camper streift Auto und haut ab

Der fünften Unfall ereignete sich dann am Sonntag (21. September) gegen 13.20 Uhr. Ein Campingmobil mit niederländischer Zulassung streifte einen an der Baustellenampel am unteren Kesselberg wartenden Volvo aus München. Dessen Fahrer hatte bergabwärts bei Rotlicht gewartet, als der entgegenkommende holländische Camper einen Radfahrer überholte und dabei dem Volvo zu nahe kam. Der Camper streifte den linken Kotflügel des Volvos.

Der Holländer setzte anschließend seine Fahrt fort, heißt es von der Polizei. Wie hoch der tatsächliche Schaden an dem Volvo ist, müsse noch erfragt werden. Zu diesem Unfall werden Zeugen gesucht, die sich unter Telefon 08041/76106273 bei der Polizei in Kochel melden mögen.

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