Die Einnahmen sinken, die Ausgaben steigen: Die Gemeinde Ismaning richtet daher eine Finanzkommission ein, die Investitionen prüfen und priorisieren soll.
Ismaning – Im Vergleich zu vielen anderen Kommunen geht es der Gemeinde Ismaning noch ganz gut, aber man hat hohe Standards in vielen Bereichen. Beim Haushalt 2024 deutete sich in der Finanzplanung der nächsten Jahre an, dass es finanziell enger wird. Deshalb soll nun die neu geschaffene Finanzkommission Lösungen für die wirtschaftliche Zukunft finden.
„Wir sind wirtschaftlich gut aufgestellt“, sagt Bürgermeister Alexander Greulich (SPD), „nur schießen unsere Ausgaben durch die Decke.“ Das zeigt sich deutlich bei der wichtigsten Einnahme und der höchsten Ausgabe. Heuer kalkuliert man mit 60 Millionen Euro an Gewerbesteuer – an sich ein ordentlicher Wert. Vor zwei Jahren nahm die Gemeinde aber noch 80 Millionen ein, sodass man heuer 40 Millionen Kreisumlage zahlt. Und schon werden die Haushaltsrechnungen eng.
„Wir drehen eher an den kleinen Schrauben.“
Greulich kündigte an, dass sich die Finanzkommission die defizitären Abteilungen der Gemeinde ansehen werde, dann begebe man sich auf die Suche nach Lösungen. Peter Aurnhammer (CSU) warnte, dass man keine Wunderdinge erwarten dürfe und an den großen Haushaltspositionen nicht viel ändern könne: „Wir drehen eher an den kleinen Schrauben.“
Der Gemeinderat wählt für die Besetzung des Ausschusses ein Modell, bei dem alle Gremiumsmitglieder einbezogen werden. Hinter den festen Kommissionsteilnehmern können alle anderen Fraktionsmitglieder die Vertretung übernehmen. So ist sichergestellt, dass sich einzelne Gemeinderäte in ihren Fachbereichen in die Diskussion einbringen können, wie man Einnahmen erhöht oder Ausnahmen senkt. Die Kommission wird auch über die geplanten Investitionen sprechen und eine Prioritätenliste erarbeiten. Die Fraktionen meldeten als feste Glieder der neuen Kommission Annette Reiter-Schumann, Josef Zettl (beide CSU), Rudi Essigkrug, Max Kraus (FWG), Johanna Hagn, Bruno Rimmelspacher (beide SPD) und Irene Holler (Grüne).
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