Walter Schmidtke tritt 2026 erneut als Bürgermeisterkandidat in Grafing an. Der Ingenieur setzt auf soziale Themen und kritisiert die Wohnsituation. Seine Erfahrungen im Stadtrat prägen seine Ansichten.
Grafing - Nirgends im Landkreis ist die kleine Bayernpartei so umtriebig wie in Grafing – wenig überraschend, dass sie für die anstehende Kommunalwahl 2026 wieder einen Bürgermeisterkandidaten nominiert, der gegen Amtsinhaber Christian Bauer (CSU) antreten soll: Walter Schmidtke, der bei seiner Kandidatur 2020 zumindest für eine Kleinstpartei beachtliche 3,4 Prozent eingefahren hatte und sie seit fast sechs Jahren im Stadtrat vertritt.
Ehrenamtlich engagiert
Der 63-jährige Ingenieur lebt zeitlebens in Grafing und engagiert sich dort nicht nur politisch, sondern auch ehrenamtlich bei der Feuerwehr, wo er als Ausbilder tätig ist. Seine Tochter ist ebenfalls bei der Feuerwehr aktiv. Beruflich ist Schmidtke als freiberuflicher Ingenieur mit Schwerpunkt Elektro- und Nachrichtentechnik tätig und hat zuvor lange bei einem großen Halbleiterkonzern gearbeitet. Die Erfahrungen aus seiner internationalen Tätigkeit hätten, wie er betont, seinen Blick für Fehlentwicklungen in der Heimat geschärft: „Blinde Heimatliebe ist nicht sein Ding“, heißt es in der Pressemitteilung zu seiner Kandidatur.
Kampf der Wohnungsnot und der Flächenversiegelung
Zu seinen politischen Schwerpunkten zählt Schmidtke die Eindämmung der Flächenversiegelung, die Bekämpfung explodierender Wohnkosten sowie den Erhalt des Einzelhandels und der Landwirtschaft. Es könne nicht angehen, „dass sich immer weniger gering- und durchschnittsverdienende Einheimische ihre Heimat noch leisten können“. Trotz der nahezu verdoppelten Flächenversiegelung in Grafing in den letzten 50 Jahren fänden Kinder und Enkel keinen bezahlbaren Wohnraum mehr. Laut Schmidtke stapeln sich bei ihm die Klagen von Menschen, die der profitorientierte Wohnungsmarkt aus der Heimat oder in die Mittellosigkeit dränge. Für sie und alle Bürgerinnen und Bürger habe er immer ein offenes Ohr. Besonders ärgere ihn noch heute die Ablehnung seines Antrags, 120 Wohnungen in den Wohnblöcken der Schloßstraße aufzukaufen.
Parteifreund und Feuerwehrkollege Yannick Hammer: „Wir haben unseren Walter nominiert, weil wir ihm zutrauen, ein hervorragender Bürgermeister zu werden.“