Die Wahlkommissionen haben entschieden: Alle neuen Gruppierungen sowie Kandidatinnen und Kandidaten sammelten genug Unterschriften, um zur Wahl im März zugelassen zu werden.
Landkreis Freising – In einigen Gemeinden wollen am 8. März Bürgermeisterkandidaten und Gemeinderatslisten zur Kommunalwahl antreten, die eine bestimmte Anzahl von Unterstützerunterschriften benötigten, um auf den Wahlzetteln auch tatsächlich aufzutauchen. Für sie alle war der 20. Januar ein wichtiger und spannender Tag. Da nämlich tagten die Wahlkommissionen in den Gemeinden und prüften, ob die notwendige Zahl gültiger Unterstützer erreicht wurde.
Sie stehen auf dem Stimmzettel
Aus den Bekanntmachungen der Gemeinden gehen folgende neu zugelassenen Gruppierungen und Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2026 hervor:
Freising: „Freising für alle“ mit OB-Kandidat Nicolas-Pano Graßy und OB-Kandidatin Birgit Mooser-Niefanger („Für Freising“)
Marzling: „Marzlinger Liste“ mit Bürgermeisterkandidat Thomas Sellmeir
Moosburg: „Moosburg PUR“ mit Bürgermeisterkandidat Josef Dollinger
Eching: „Miteinander Eching GestAlten“ (MEGA) mit Bürgermeisterkandidat Sebastian Thaler
Neufahrn: „Bosch als Bürgermeister“ mit Bürgermeisterkandidat Marc Bosch
Au/Hallertau: „Gemeinde neu ausrichten“ (GenAU) mit Bürgermeisterkandidat Michael Hilldebrand und „Gemeinsam für Au“ (GfAU) mit Bürgermeisterkandidat Nick Holger
Gammelsdorf: „Miteinander für Gammelsdorf“ (MfG) mit Bürgermeisterkandidat Bernhard Lochinger
Langenbach: „Miteinander.Langenbach“ (MiLA) mit Bürgermeisterkandidat Maik Moses
Nandlstadt: „Zukunft. Aktiv. Miteinander“ (ZAM)
Freising
In der Stadt Freising hat es sowohl für Nicolas Graßy als OB-Kandidat als auch für seine neue Gruppierung „Freising für alle“ gereicht: 344 gültige Unterschriften für Graßy und 310 Unterschriften für die Stadtratsliste bedeuten, dass man ihre Namen auf den Wahlzetteln wiederfinden wird. Graßy zeigt sich „überwältigt“ von der großen Unterstützung, die ihm starken Rückenwind für den Wahlkampf gebe. Und auch Birgit Mooser-Niefanger, die als OB-Kandidatin der Gruppierung „Für Freising“ ins Rennen ging, hat mit 264 gültigen Unterschriften diese Hürde genommen. Sie findet es „schön, dass ich dadurch jetzt den Freisingerinnen und Freisingern mein überparteiliches Angebot für die Nachfolge von Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher unterbreiten kann“. Notwendig waren in beiden Fällen 230 Unterschriften.
Au/Hallertau
Erfolgsmeldungen auf ganzer Linie gab es für die Kandidaten auch aus der Marktgemeinde Au zu vermelden, wo gleich zwei neue Listen mit Bürgermeisterkandidaten um Unterstützung warben: Die Vereinigung „Gemeinsam für Au“ (GfAu) hat es auf 164 Unterschriften gebracht, „Gemeinde neu ausrichten“ (GenAU) sogar auf 232. Und auch die jeweiligen Bürgermeisterkandidaten stehen am 8. März zur Wahl, weil sie die notwendige Zahl von 120 Unterstützerunterschriften erhalten haben. Michael Hillebrand (GenAU) erhielt 159 Unterschriften, für Holger Nick (GfAu) waren es 232, so die Zahlen, die Geschäftsstellenleiterin Katharina Oberhofer dem FT auf Nachfrage mitteilte.
Neufahrn
Die Kommunalwahl in Neufahrn hat jetzt schon ihren ersten Gewinner: Marc Bosch darf als Bürgermeisterkandidat antreten, weil er mit 274 Unterschriften die notwendige Anzahl von 190 locker übertroffen hat. Und auch seine Gemeinderatsliste „Bosch als Bürgermeister“ hat es geschafft, konnte 258 Unterschriften auf sich vereinen, nachdem jeweils 20 Namen von der Wahlkommission von den Listen gestrichen werden mussten.
Bosch war eigentlich davon ausgegangen, dass er keine Unterstützerunterschriften sammeln müsse, weil der Wählerwille schon vor sechs Jahren bei seiner Bürgermeister-Bewerbung deutlich wurde, als er die notwendigen Unterstützerunterschriften sammeln konnte. „Ich bedanke mich bei allen, die mich unterstützt haben“, sagte Bosch, als er freudestrahlend und jubelnd das Neufahrner Rathaus verließ.
Eching
Aufatmen auch bei Sebastian Thaler, dem amtierenden Bürgermeister von Eching, der mit MEGA (“Miteinander Eching gestalten“) eine neue Gruppierung ins Leben gerufen hat, um zum dritten Mal für das Amt des Rathauschefs kandidieren zu können. Für den Wahlvorschlag des Bürgermeisters als auch für die Gemeinderatsliste mussten jeweils 180 in Eching wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger die Unterstützung durch ihre Unterschrift bekunden. Diese Zahl wurde deutlich übertroffen: Thaler erhielt 310 gültige Unterschriften und die Gemeinderatsliste 264. Entsprechend erfreut waren die Mitglieder von MEGA: „Es ist überwältigend, wie viel Zustimmung wir in den wenigen Wochen seit Gründung unserer Wählergruppe erfahren haben. Die Menschen in Eching wünschen sich eine sachorientierte und partnerschaftliche Gemeindearbeit. Und genau dafür stehen wir als MEGA alias Miteinander Eching GestAlten.“
Ohne Zwist verlief aber auch dieser demokratische Schritt nicht: Zur öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses der Gemeinde Eching waren rund 50 Gäste erschienen. In der rund zweistündigen Sitzung wurden alle sieben Wahlvorschläge geprüft, wobei sich der Wahlausschuss besonders intensiv mit dem Wahlvorschlag MEGA beschäftigte und sich neben den Unterstützerunterschriften auch alle anderen Unterlagen vorlegen und erläutern ließ. Ergebnis: Alles ist korrekt und MEGA zur Kommunalwahl zugelassen. Im Vorfeld des Wahlausschusses waren bei der Wahlleitung zwei Einsprüche gegen den Wahlvorschlag MEGA eingegangen. Die wurden im Wahlausschuss nach vorheriger Rücksprache mit der zuständigen Rechtsaufsicht des Landratsamts als unbegründet zurückgewiesen.