„Fahrrad Freeway Allgäu“ zwischen Kempten & Memmingen nimmt Fahrt auf – zwei Politiker signalisieren Unterstützung

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„Fahrrad Freeway Allgäu“ zwischen Kempten & Memmingen nimmt Fahrt auf – zwei Politiker signalisieren Unterstützung

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Konrad Wagner (Mitte) vom ADFC Memmingen freut sich über die Unterstützung von Lutz Bäucker (rechts, ADFC Kempten) und MdL Joachim Konrad (CSU) für seine Idee einer schnellen und sicheren Radverbindung vom Unter- ins Oberallgäu. © Lars Peter Schwarz

Konrad Mayer vom ADFC in Memmingen hat einen Traum: „Ich träume von einer direkten, schnellen und sicheren Rad-Verbindung zwischen Kempten und Memmingen“, erzählt er jedem, der ihm seit Jahren über den Weg läuft.

Kempten – Statt derzeit in zwei bis drei Stunden über manchmal verschlungene, holprige Wege oder auf gefährlichen, vielbefahrenen Landstraßen soll es nach Mayer auf einer gut ausgebauten, breiten Piste auf dem „Fahrrad Freeway Allgäu“ in anderthalb Stunden zügig von Stadt zu Stadt gehen, fernab vom Verkehr. Seine Idee könnte nun wahr werden. In Kempten und Memmingen sind die ersten beiden Hinweisschilder für den „Freeway“ präsentiert worden, Politiker zeigen sich gewillt, das Projekt zu unterstützen.

Der Kemptener OB Thomas Kiechle forderte bei der Präsentation auf dem Rathausplatz dazu auf, das Thema Radfahren und die Verbesserung der Radinfrastruktur in den öffentlichen Diskurs aufzunehmen. „Das muss endlich in unseren Köpfen ankommen! Deshalb finde ich die Initiative des ADFC wichtig und großartig!“ Gerade in ländlichen Gebieten sei es unmöglich, den ÖPNV bis in den letzten Winkel auszubauen. Dem Radverkehr kommt somit eine Schlüsselrolle zu, so Kiechle.

Radschnellweg zwischen Memmingen und Kempten: Landtagsmitglied Joachim Konrad will in München Antrag stellen

Joachim Konrad, der seit zwei Jahren den Wahlkreis Kempten im Münchner Maximilianeum vertritt und Mitglied im Bau- und Verkehrsausschuss ist, legte noch eine Schippe drauf: „Wir wollen nicht nur über einen möglichen Radschnellweg reden, sondern konkret etwas dafür tun“, kündigte der langjährige Ex-Bürgermeister von Altusried an, „ich werde im Landtag den Antrag stellen, das Staatliche Bauamt Kempten mit entsprechenden Vorbereitungsmaßnahmen für die Planung einer solchen Radverbindung zu beauftragen!“. Konrads Aussage löste spontane Beifallskundgebungen der anwesenden ADFC-Mitglieder aus.

Diese erklärten die Vorteile eines millionenschweren Radwegeausbaus . Entlang der angedachten „Freeway“-Strecke haben zahlreiche, z. T. weltbekannte Unternehmen mit vielen Mitarbeitern ihren Sitz, die schon heute zum Teil mit dem Fahrrad zur Arbeit pendeln. Durch eine sichere Radverbindung erwartet der Fahrrad-Club eine deutliche Zunahme von radelnden Arbeitnehmern und eine Abnahme des motorisierten Verkehrs. Positive Auswirkungen auf die Gesundheit und die CO2-Bilanz seien die Folge.

Förderung für Fahrrad Freeway möglich

Experten rechnen mit einer Planungs-und Bauzeit von rund 15 Jahren, die Kosten würden laut Kiechle zum großen Teil durch staatliche Fördermaßnahmen finanziert werden können: „Im Sondervermögen der neuen Bundesregierung liegen dafür viele Milliarden bereit!“

Feste, Konzerte, Ausstellungen: Was man in Kempten und Umgebung unternehmen kann, lesen Sie im Veranstaltungskalender.

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