Hoher Blutzoll bei Pokrowsk: Putins Armee kassiert hohe Verluste in Kesselschlacht

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Russische Truppen zahlen einen verheerenden Preis für die Eroberung der strategischen Stadt, während die Ukraine taktisch zurückweicht.

Pokrowsk – Eisige Kälte, zerschossene Ruinen und ein gnadenloser Häuserkampf - die Schlacht um Pokrowsk entwickelt sich zu einem blutigen Alptraum für Russlands Truppen in Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine. Während ukrainische Soldaten einen taktischen Rückzug durchführen, zahlt Putins Armee einen verheerenden Preis für jeden Meter eroberten Bodens.

Ukraine-Krieg: Russische Soldaten in der Region Pokrowsk.
Ukraine-Krieg: Russische Soldaten in der Region Pokrowsk. © IMAGO/Stanislav Krasilnikov

Die Zahlen sind aus russischer Sicht erschütternd: Auf der Pokrowsk-Achse verliert der Feind etwa 6.000 Soldaten pro Monat. Das sind enorme Zahlen, erklärt Oberst Wolodymyr Polewyi, Sprecher des 7. Schnellreaktionskorps der ukrainischen Luftlandetruppen, gegenüber Radio NV. Das Verhältnis der Verluste ist etwa eins zu sechs - für jeden gefallenen ukrainischen Soldaten sterben sechs Russen. Die russischen Streitkräfte setzen auf brutale „Fleischangriffe“ mit Wellen von Infanterie, die systematisch durch den Kampf gemahlen werden. Das ist schlimmer als im Ersten Weltkrieg, so Polewyi über die katastrophalen Verlustquoten.

Ukraine-Krieg aktuell: Starlink-Blockade schwächt russische Angriffe

„Ein entscheidender Wendepunkt kam durch die Sperrung nicht registrierter Starlink-Terminals. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs zwingt die Blockade nicht registrierter Starlink-Terminals durch SpaceX russische Streitkräfte dazu, die Anzahl der Angriffe an der Front zu reduzieren.

Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Russische Militärblogger berichten von erheblichen Kommunikationsproblemen, die ihre Operationen behindern. Besonders betroffen sind präzise Drohnenangriffe und die Koordination zwischen den Einheiten.

Ukrainischer taktischer Rückzug, um russische Reserven zu erschöpfen

Die ukrainischen Truppen führen einen „graduellen Rückzug“ durch, wie Oberst Polewyi bestätigt. Diese Strategie zielt darauf ab, die russischen Reserven zu erschöpfen, während eigene Kräfte für Gegenschläge gesammelt werden. Die Russen werden dabei in offenes Gelände gelockt, wo sie unter schwerem Beschuss stehen.

Der US-amerikanische Thinktank Institute for the Study of War berichtet, dass russische Streitkräfte kürzlich in südlichen Teilen von Rodynske nördlich von Pokrowsk vorgerückt sind, aber weiterhin hohe Verluste erleiden. Schon im Dezember hatte die bei Pokrowsk einen russischen Angriff zurückgeschlagen. Im November hatten russische Soldaten dort eigene Militärfahrzeuge in Brand gesetzt.

Winterkälte verschärft die Lage der russischen Soldaten

Bei minus 16 Grad Celsius werden selbst leichte Verletzungen zu lebensbedrohlichen Situationen. Russische Soldaten, die in offenen Feldern übernachten müssen, erleiden zusätzlich zu Kampfverletzungen schwere Erfrierungen. Das Verhältnis von Gefallenen zu Verwundeten liegt bei den Russen bei 1:1,3 - ein Zeichen dafür, dass viele Verletzte nicht gerettet werden können.

Die aktuellen Berichte von Ukrinform bestätigen, dass die intensivsten Kämpfe weiterhin in den Sektoren Pokrowsk und Kostjantyniwka stattfinden, wobei russische Streitkräfte täglich über 1.000 Soldaten verlieren. (Quellen: Radio NV, Institute for the Study of War, Ukrinform) (cgsc)

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