Altkönigin Sofía muss einen schmerzlichen Verlust verkraften. Ihre jüngere Schwester Irene ist im Alter von 83 Jahren verstorben – nun wartet ein schwerer Abschied.
Madrid – Die spanische Königsfamilie trauert um Prinzessin Irene von Griechenland. Die jüngere Schwester von Altkönigin Sofía (87) verstirbt am Donnerstag, 15. Januar 2026, um 11:40 Uhr im Zarzuela-Palast in Madrid.
Wie die spanische Zeitung Hola berichtet, gibt der Palast in einer offiziellen Mitteilung bekannt: „Ihre Majestäten die Könige und Ihre Majestät Königin Sofía bedauern, den Tod Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Irene von Griechenland um 11:40 Uhr heute im Palacio de la Zarzuela in Madrid bekanntgeben zu müssen.“ Für Ex-Königin Sofía ist es ein besonders schwerer Schlag – mit dem Tod ihrer Schwester verliert sie ihr letztes Geschwisterteil.
Altkönigin Sofía in tiefer Trauer: Prinzessin Irene im Alter von 83 Jahren verstorben
Bereits seit dem 13. Januar wich Sofía von Spanien ihrer schwer kranken Schwester nicht mehr von der Seite. Wie etwa The Objective berichtete, sagte die 87-Jährige alle ihre Termine ab, um bei Irene (83, †2026) zu bleiben. Die beiden Schwestern verband eine tiefe, lebenslange Beziehung. Irene heiratete nie und blieb kinderlos. Seit 1981, nach dem Tod ihrer Mutter Königin Friederike, lebte sie bei ihrer älteren Schwester, der ehemaligen Königin Sofía, im Zarzuela-Palast. Für die spanischen Nichten und Neffen – darunter König Felipe VI. (57), Infanta Elena (62) und Infanta Cristina (60) – wurde sie zur zweiten Mutter, liebevoll nannten sie die Tante „Pecu“, nicht zuletzt wegen ihres besonderen Charakters (von „peculiar“; Spanisch für „eigen“, „besonders“).
Das Leben der 1942 in Kapstadt geborenen Prinzessin verlief alles andere als gewöhnlich. Als talentierte Konzertpianistin und Schülerin der renommierten Gina Bachauer widmete sie sich leidenschaftlich der Musik. Nach dem Militärputsch 1967 in Griechenland musste die königliche Familie erneut ins Exil. Irene verbrachte über ein Jahrzehnt mit ihrer Mutter in Indien, wo sie die hinduistische Kultur und Spiritualität für sich entdeckte. Diese prägten sie für den Rest ihres Lebens. Nach Friederikes Tod 1981 fand Irene schließlich ihre Heimat in Madrid.
„Ich kam nach Madrid, um fünf Tage zu bleiben, und blieb fünf Jahre. Und mit der Zeit verstand ich, dass mein Platz an Sofías Seite war“, erzählte Irene einst der Journalistin Pilar Urbano, wie Hola berichtet. Die Prinzessin lebte bescheiden, verzichtete auf Schmuck und Luxus. Ihr Erbe spendete sie 1986 an ihre selbst gegründete Hilfsorganisation Mundo en Armonía, die humanitäre Projekte weltweit unterstützte. Zuletzt sah man die Geschwister am 7. Februar 2025 gemeinsam in der Öffentlichkeit – bei der Hochzeit von Prinz Nikolaus von Griechenland in Athen.
Mit Irenes Tod verliert Königin Sofía ihr letztes Geschwisterteil. Ihr Bruder Konstantin II. (82, †2023), der letzte König von Griechenland, verstarb bereits am 10. Januar 2023. Die beiden Schwestern teilten ein Leben lang alles – von archäologischen Ausgrabungen in ihrer Jugend bis zu gemeinsam verfassten Büchern über ihre Forschungen. Irene bleibt unvergessen als spirituelle, kunstliebende Prinzessin, die ihren eigenen Weg ging und dabei stets ihrer Familie treu zur Seite stand. Verwendete Quellen: hola.com, theobjective.com