VW stellt auf der IAA vier Elektro-Kleinwagen vor, die bald den Markt erobern sollen. Einige Verbraucher sind jedoch noch nicht überzeugt.
München – Der VW-Konzern greift im Segment der Elektro-Kleinwagen massiv an und peilt einen europäischen Marktanteil von 20 Prozent an. „Wir haben ein klares Ziel: Eine führende Position im Einstiegssegment in unserem Heimatmarkt Europa“, erklärte Konzernchef Oliver Blume auf der IAA Mobility in München. Dort präsentierte der Autobauer gleich vier neue Elektro-Kleinwagen von drei Konzernmarken, die ab 2026 erhältlich sein sollen.
Das Quartett umfasst den VW ID. Polo mit einem Einstiegspreis von knapp unter 25.000 Euro, den Cupra Raval sowie die SUV-Varianten VW ID. Cross und Skoda Epiq. Den Startschuss für die neue Modellreihe gibt bereits im kommenden Jahr das Cupra-Modell. Aus Kostengründen erfolgt die Fertigung aller vier Fahrzeuge in Spanien. Trotz der günstigen Preisgestaltung betonte Blume die wirtschaftliche Profitabilität der neuen Elektro-Familie.
VW setzt Hoffnungen in neue E-Auto-Modelle
Der Wolfsburger Konzern setzt große Hoffnungen in das Wachstumspotenzial dieses Segments. „Mit dieser neuen Fahrzeugfamilie greifen wir an in einer der volumenstärksten Fahrzeugklassen der Elektro-Mobilität, mit großem Wachstumspotenzial“, sagte Blume. Nach seinen Angaben wird der Markt für vollelektrische Kleinwagen in Europa nach 2030 etwa viermal so groß sein wie heute. VW will davon stark profitieren: „Jedes Jahr wollen wir mehrere hunderttausend Autos dieser Modellreihe verkaufen. Das ist unser Anspruch.“
Nicht jeder freut sich auf die neuen E-Volkswagen – Preis ist vielen immer noch zu hoch
In einigen Posts auf Facebook zeigten sich die User alles andere als begeistert von den neuen VW-Modellen. Viele waren der Meinung, dass sich der Kauf eines E-Autos nicht zwingend auszahlen würde. „So lange ein Auto nicht 700 km weit kommt ohne zu laden kauf’ ich mir kein E-Auto“, sagte einer. Ein anderer entgegnete jedoch, dass einige E-Autos tatsächlich auf deutlich über 700 km Reichweite kommen. Dies trifft allerdings nur auf wenige Modelle zu, dazu gehören laut carwow.de der Lucid Air mit 883 Kilometern sowie der Mercedes-Benz EQS mit 780 Kilometern. Laut ADAC haben viele Modelle zwischen 450 und 600 Kilometern Reichweite. „Und wie oft fahren Sie schon die 700km am Stück?“, fragte ein Nutzer dazu.
Nicht nur die Reichweite der E-Autos stieß vielen Nutzern sauer auf, sondern auch der Preis. „Ab 25.000€?! VW hat‘s immer noch nicht begriffen“, schrieb einer. „Wenn der höhere Preis der Vorteil sein soll“, gab ein anderer an. Dementgegen freuten sich aber auch einige User: „VW ist top, kauf ich mir tausendmal lieber als ein chinesisches Auto“, schrieb einer. Ein weiterer meinte: „Für mich ist VW noch immer eine große Marke.“ (rd/dpa)