Urlaub in Apulien: 5 besondere Orte entdecken

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Apulien besticht mit weißen Städten, türkisblauem Meer und beeindruckenden Landschaften. Fünf besondere Orte, die Sie nicht verpassen sollten.

Apulien, die südöstlichste Region Italiens, erstreckt sich entlang der Adriaküste und des Ionischen Meeres. Sie zählt zu einer der schönsten Regionen Italiens und ist bekannt für ihre flachen Landschaften, ausgedehnten Olivenhaine und historischen Städte. Zu diesen zählt unter anderem die Hauptstadt Bari, die mit ihrer Altstadt und architektonischen Besonderheiten überzeugt. Demgegenüber lockt die Küstenlinie mit ihren spektakulären Klippen sowie Sandstränden und bietet traumhafte Orte in Italien. Im Überblick zeigen wir fünf Orte, die Sie in Apulien unbedingt besuchen sollten.

Apulien in Italien.
Die Region Apulien bietet Reisenden zahlreiche besondere Naturphänomene, wie diesen natürlichen Pool. © robertharding/ IMAGO

Alberobello ist UNESCO-Weltkulturerbe

Die Trulli-Häuser in Alberobello in der Region Apulien, Italien.
Die Trulli, weiß getünchte Rundhäuser mit kegelförmigen Dächer, stehen in Alberobello in der Region Apulien dicht nebeneinander. © Depositphotos/ IMAGO

Zu eines der bekanntesten Ziele in Apulien zählt Alberobello. Die Stadt ist berühmt für ihre einzigartigen Trulli – weiß getünchte Rundhäuser mit kegelförmigen Dächern aus Trockenstein. Aufgrund dieser Bauweise, die auf eine jahrhundertealte Tradition zurückführt, wurde Alberobello im Jahr 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Besonders sehenswert sind die Viertel Rione Monti und Aia Piccola, in denen Hunderte dieser Trulli dicht beieinander stehen. In Rione Monti finden Besucher zahlreiche Souvenirläden und Restaurants. Dahingegen bietet Aia Piccola eine ruhigere und authentischere Atmosphäre.

Neben einem Spaziergang durch die Trulli-Viertel lohnt sich ein Besuch der Trullo-Kirche Sant‘Antonio sowie des Trullo Sovrano, dem einzigen zweistöckigen Bau seiner Art, der heute als Museum dient. Typisch kulinarisch für Alberobello und die Umgebung sind die Orecchiette mit Cime di Rapa (hausgemachte Nudeln mit Stängelkohl), Burrata aus frischer Kuhmilch und rustikaler Focaccia. Zudem ist Alberobello ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ins Valle d‘Itria, das mit weiteren besonderen Orten wie Locorotondo und Martina Franca lockt.

Der Küstenort Polignano a Mare

Polignano a Mare in Apulien.
Die Häuser des Küstenortes Polignano a Mare in Apulien sitzen auf steilen Felsklippen © Peter Schickert/ IMAGO

Polignano a Mare ist ein Küstenort in Apulien und besonders bekannt für seine Lage auf hohen Kalksteinklippen. Die Altstadt thront direkt über dem Meer und bietet verschiedene Aussichtspunkte, von denen sich das türkisfarbene Wasser überblicken lässt. Der Strand Lama Monachile erstreckt sich zwischen zwei Klippen. Enge, verwinkelte Gassen mit weißen Häusern und lebendigen Piazzas prägen das Zentrum des Ortes.

Neben der beeindruckenden Architektur und Küstenlandschaft sind die Meeresgrotten ein weiteres Highlight. Bootstouren führen entlang der Küste zu Höhlen wie der Grotta Palazzese, in der sich heute ein Restaurant befindet. Kulinarisch ist Polignano vor allem für seine große Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten bekannt, aber auch das traditionelle Caffè Speciale – ein Espresso mit Zucker, Zitronenschale, Sahne und Amaretto – sollte man probieren.

Italien entdecken

Neben Apulien ist auch die Region Emilia-Romagna und die Toskana eine der beliebtesten Urlaubsregionen in Italien. Dort ist Florenz, als Wiege der Renaissance, ein unverzichtbarer Stopp für jeden Besuch. Im Norden Italiens liegt der Gardasee, umgeben von einer besonderen Bergkulisse. Etwas weniger bekannt, aber dafür genauso schön, ist der Lago Maggiore im Piemont. Hier verzaubern die Borromäischen Inseln die Besucher.

Matera bietet jahrhundertealte Höhlenwohnungen

Matera in Apulien.
Matera in Apulien besitzt jahrhundertealte Höhlenwohnungen, die seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. © Westend61/ IMAGO

Als eine der ältesten durchgehend bewohnten Städten weltweit, beeindruckt Matera mit ihren Sassi. Dabei handelt es sich um jahrhundertealte Höhlenwohnungen, die direkt in den Fels gehauen wurden. Diese einzigartige Architektur machte Matera im Jahr 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders sehenswert sind die beiden Viertel Sasso Cabeoso und Sasso Barisano: enge Gassen, in den Stein geschlagene Kirchen und spektakuläre Panoramablicke prägen das Stadtbild.

Ein Highlight ist die Felsenkirche Santa Maria de Idris, die sich auf einem Felsvorsprung erhebt. Seit 2019 ist Matera Europäische Kulturhauptstadt. Kulinarisch sollte man die Pane di Matera, ein traditionelles Brot mit besonders knuspriger Kruste, sowie deftige Gerichte wie Orecchiette mit Lammragout probieren.

Karsthöhle in Grotta della Poesia

Die Grotta della Poesia in Apulien.
Die Grotta della Poesia ist ein besonders Naturphänomen in Apulien. © Depositphotos/ IMAGO

Die Grotta della Poesia ist eine der spektakulärsten Naturattraktionen Apuliens. Diese smaragdgrüne Felsenhöhle liegt an der Adriaküste nahe Roca Vecchia, einem kleinen Ort zwischen San Foca und Torre dell’Orso. Die Grotte ist eine natürliche Karsthöhle, die sich durch jahrtausendelange Erosion gebildet hat. Heute ist sie eine beliebte Badestelle, denn das klare, türkisfarbene Wasser und die bis zu fünf Meter hohen Klippen ziehen Schwimmer an. Der Name bedeutet „Grotte der Poesie“ und stammt angeblich von alten Legenden über eine Prinzessin, die hier gerne badete.

Neben dem Badevergnügen lohnt sich auch ein Besuch der archäologischen Stätte von Roca Vecchia, die sich direkt neben der Grotte befindet. Hier wurden bedeutende Funde aus der Bronzezeit entdeckt, darunter antike Inschriften und Überreste einer befestigten Siedlung. Da die Grotta della Poesia besonders in den Sommermonaten stark besucht ist, empfiehlt sich ein Besuch früh am Morgen oder außerhalb der Hauptsaison. Wer nach dem Schwimmen die lokale Küche genießen möchte, findet in den nahegelegenen Küstenorten Restaurants mit frischem Fisch und Meeresfrüchten.

Wer Lust auf mehr Meer hat, findet und auf Sardinien spannende Urlaubsziele. Noch mehr Reiseideen gibt es mit einigen der schönsten Stränden Europas im Überblick.

Die weiße Stadt Apuliens – Ostuni

Ostuni in Apulien.
Ostuni thront mit seinen strahlend weißen Häuserfassaden auf einem Hügel in Apulien. © Depositphotos/ IMAGO

Ostuni, die „Weiße Stadt“ Apuliens, erhebt sich malerisch auf einem Hügel und fasziniert mit ihren strahlend weißen Häuserfassaden. Die Altstadt ist ein Labyrinth aus engen, verwinkelten Gassen, in denen sich jahrhundertealte Kirchen, kleine Boutiquen und traditionelle Trattorien verbergen. Von der Piazza della Libertà aus führt der Weg hinauf zur Kathedrale von Ostuni, die mit ihrer spätgotischen Fassade beeindruckt. Von den Aussichtsterrassen bietet sich ein spektakulärer Blick auf die weite Ebene mit Olivenhainen, die sich bis zur Adriaküste erstreckt.

Neben der eindrucksvollen Architektur ist Ostuni auch für seine lebendige Atmosphäre bekannt. Besonders im Sommer füllen sich die Piazzas mit Straßenkünstlern und Musikern, während gemütliche Bars und Restaurants bis spät in die Nacht geöffnet sind. Wer das Meer sucht, findet nur wenige Kilometer entfernt traumhafte Strände und das kristallklare Wasser des Naturschutzgebiets Torre Guaceto.

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