Der autistische Pawlos (6) ist seit Wochen vermisst. Eine Aufnahme einer Dashcam erfasst den Jungen noch kurz vorher. Die Polizei ermittelt.
Weilburg – Der sechsjährige Pawlos bleibt weiterhin verschwunden. Er wird seit dem 25. März vermisst, seither suchen hunderte Einsatzkräfte und Freiwillige nach dem Jungen – bislang ohne Erfolg. Kürzlich sorgte ein Video des Jungen für Aufsehen. In der neusten Pressemitteilung äußert sich die Polizei dazu.
Video zeigt vermissten Pawlos (6) – Polizei erklärt die Hintergründe
Das Video ist das letzte Lebenszeichen von Pawlos. Es stammt von einer Dashcam und zeigt den Jungen auf einer viel befahrenden Straße in der Stadtmitte von Weilburg. Ein Mann nimmt ihn daraufhin am Arm und begleitet ihn von der Fahrbahn. Das Video löste in den sozialen Netzwerken einige Spekulationen aus. Die Polizei bittet nun in einer Mitteilung dringlich von solchen Gerüchten abzusehen.
Der Mann, der auf dem Video zu sehen ist, hätte Pawlos zufällig auf der Straße gesehen. Das wäre noch vor dem Bekanntwerden seines Verschwindens gewesen. „Die Polizei steht in engen Kontakt mit dem Mann“, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Demnach konnte Pawlos, noch während der Mann den Notruf wählte, davonlaufen.
Pawlos aus Weilburg weiterhin vermisst – Taucher und Suchhunde im Einsatz
Der sechs Jahre alte Pawlos ist am 25. März nach dem Mittagessen von seiner Förderschule in Weilburg weggelaufen. Die Ermittler richten mittlerweile den Fokus auf die Lahn. Taucher, Boote und spezialisierte Suchhunde seien am Fluss tätig. Pawlos ist Autist, was die Suche erschwert. Die Suche nach dem Erstklässler wird nach Angaben der Polizei in den kommenden Tagen und Wochen fortgesetzt. Warum Pawlos verschwunden ist, ist unklar. Theorien zum Verschwinden des Kindes gibt es jedoch viele. Kriminalistik-Professor Christian Matzdorf erklärte gegenüber IPPEN.MEDIA die „naheliegendste These“.
Die Polizei bittet Personen, die Erkenntnisse zum Aufenthaltsort von Pawlos haben, sich umgehend an die Polizei zu wenden. Zudem wurde ein Hinweistelefon mit der Nummer (06431) 9140-599 eingerichtet. Das Kind ist sehr schreckhaft, deshalb wird Personen, die den Jungen finden, dazu geraten, ihn nicht anzusprechen und die Polizei zu informieren.(pk)