Schorsch Klotz und Lisi Berger bewirtschaften seit Kurzem das Gut Oberhof in Bad Tölz. Der Selbstbedienungsladen mit Eiern und Nudeln bleibt in Betrieb.
Bad Tölz – Der Oberhof, gelegen am Rand von Bad Tölz an der Dietramszeller Straße in Richtung Ellbach, ist ein altehrwürdiges Gut, das sich seit 125 Jahren im Eigentum der Familie Roeckl befindet. Ein markanter Blickfang dort ist die Villa, die die heutigen Eigentümer Betti und Franz Roeckl nach den Plänen von Gabriel von Seidl originalgetreu wieder errichten ließen. Auch weiträumige Wiesen- und Waldflächen gehören zum Oberhof. Unklarheit herrschte zuletzt bei vielen Tölzern, was die landwirtschaftliche Tätigkeit und den Hofverkauf von Eiern und Nudeln am Oberhof angeht. Familie Roeckl stellt nun klar: Der Hofladen läuft regulär weiter.
Hühnerwirtschaft mit 1800 Legehennen
Eine Veränderung hat es am Oberhof zuletzt gegeben: Mit Schorsch Klotz und Lisi Berger hat eine neue Verwalterfamilie die Bewirtschaftung des Guts übernommen. Dazu gehört der Mutterkuhbetrieb mit etwa 100 Rindern der alten Pinsgauer Rasse sowie – seit 1961 – die Hühnerwirtschaft mit rund 1800 Legehennen. Deren Eier stehen täglich von 7 bis 18 Uhr im Selbstbedienungsladen zum Verkauf. Neu im Angebot ist laut Klotz eine Kilobox mit Junghühner-Eiern für 5 Euro. Jeder Kunde kann sich aber auch weiter die einzelnen Eier in den Größen XL (40 Cent pro Stück), L (35 Cent pro Stück) oder M (30 Cent) zusammenstellen.
Zu kaufen gibt es auch Nudeln, wobei die Betreiber hier auf Produkte mit einem höheren Eieranteil als bisher – 32 statt 25 Prozent – setzen. Sie wollen das Sortiment außerdem um Dinkelnudeln erweitern. Zur Herstellung arbeiten sie mit einem Biobetrieb zusammen. Die neuen Produkte gibt es voraussichtlich ab Ende Januar.
Familie Roeckl weist auf Hundeverbot hin
Klotz weist zudem darauf hin, dass ab Februar Kartenzahlung möglich sein wird. Ob mit Scheinen und Münzen oder mit Plastikgeld: Die Bezahlung erfolgt auf Vertrauensbasis, „und es wäre schön, wenn die Kasse abends stimmt“, sagt Klotz. Außerdem bittet er, den Hofladen so zu verlassen, wie man ihn vorgefunden hat.
Familie Roeckl weist aus gegebenem Anlass darauf hin, dass auf den Weideflächen des Oberhofs ein strenges Hundeverbot besteht. Es bestehe die Gefahr, dass Rinder Hundekot fressen und schwer erkranken. (ast)