Einige Projekte werden im laufenden Jahr den Gemeinderat in Wackersberg auf Trab halten. Große Themen sind der Bau eines neuen Bauhofs, schnelles Internet für alle und die Betreuungsplätze.
Wackersberg – Einige Projekte stehen in den kommenden zwölf Monaten für die Gemeinde Wackersberg an. Unter anderem soll nach einer langen Planungsphase endlich der neue Bauhof errichtet werden. Bürgermeister Jan Göhzold gibt einen Überblick, welche Themen 2025 dominieren.
Baubeginn Bauhof im Frühjahr
Wie berichtet soll in der Steinsäge ein neuer Bauhof entstehen. Geplant ist ein U-förmiger Gebäudekomplex, bestehend aus einem Neubau, dem bestehenden Wertstoffhof sowie einer Schüttgutanlage. Wo früher die Asylcontainer standen, ist der Neubau geplant. Hier sollen die Maschinenhallen, eine Waschhalle sowie ein Verwaltungskopf mit zwei Büroeinheiten, Bürolager, Küche und Gemeinschaftsraum sowie Sanitäranlagen, Duschen und Umkleide unterkommen. Auf rund 3,5 Millionen Euro beläuft sich die Kostenschätzung für das Großprojekt. Im Januar steht nun in Sachen Neubau ein weiterer Schritt an: „Wir wollen die meisten Gewerke für den Bau ausschreiben“, sagt Göhzold im Telefongespräch. Er kalkuliere damit, dass im Frühjahr der Bau beginnen wird. „Ich denke, dass die Fertigstellung 2026 realistisch ist.“
Ebenfalls ein Thema, das den Gemeinderat schon seit mehreren Jahren beschäftigt, ist die Kinderbetreuung. Wie in vielen anderen Kommunen gibt es auch in Wackersberg Kapazitätsprobleme. Daher soll südlich der Grundschule in Höfen ein weiteres Gebäude errichtet werden, in dem eine Krippengruppe, eine Kindergartengruppe und drei Gruppen für Schulkindbetreuung Platz finden. „Als nächsten Schritt wollen wir einen Planer finden.“ Erst dann könne man Genaueres ausarbeiten. Das Grundstück wurde bereits von der Gemeinde erworben. Die Schützen stellten in der Wackersberger Bürgerversammlung die Anfrage, ob ein Vereinsheim bei dem Neubau bedachten werden könne. „Das habe ich im Hinterkopf, allerdings kann ich dazu erst etwas sagen, sobald ein Planer sich mit dem Gebäude befasst hat. Die Kinderbetreuung hat Vorrang, und dann werden wir sehen, ob auch die Schützen in dem gleichen Gebäude einen Platz haben können.“
Breitbandausbau geht in letzte Runde
Ein Punkt, der vielen unter den Nägeln brennt, ist der Breitbandausbau. Auch hier will die Gemeinde weiter tätig werden. „Die meisten Baumaßnahmen wurden abgeschlossen, zuletzt wurde in Bocksleiten am Breitbandausbau gearbeitet.“ In einem weiteren Schritt sollen im Laufe des Jahres nun die neuen Ausschreibungen auf den Weg gebracht werden. „Damit wollen wir in einem letzten Schritt alle noch fehlenden Gemeindebereiche abdecken.“ Das betreffe in Unterfischbach noch wenige Straßen um das Rathaus herum. „Wobei hier das Internet trotzdem wirklich gut ist“, sagt Göhzold. Dringender: „Vor allem Arzbach und Teile von Steinbach sind noch gar nicht versorgt. Das liegt daran, dass Arzbach ganz am Ende vom Lenggrieser Strang ist, Steinbach am Ende des Tölzer Strangs. Damit sind beide Ortschaften am weitesten von dem Knotenpunkt entfernt.“ Bis die Einwohner der Ortsteile sich über schnelles Internet freuen können, dürfte es allerdings noch vier bis fünf Jahre dauern. „Offiziell hat der Auftragnehmer vier Jahre nach der Auftragsvergabe bis zur Fertigstellung Zeit“, erklärt der Bürgermeister.
Vergabe neuer Bauparzellen
Ein weiteres Projekt steht 2025 in Arzbach an: Die Kalkofenstraße wird einer Generalsanierung unterzogen. Im Januar gibt es eine Anliegerversammlung, bei der die Betroffenen über die Auswirkungen und teils Einschränkungen während der Bauphase informiert werden. Laut aktueller Planung rechnet die Gemeinde mit Kosten von rund 680 000 Euro brutto. Der Rathauschef geht von einem Baubeginn im späten Frühjahr aus.
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Überdies werden vier Bauparzellen an der Waxensteinstraße 2025 vergeben. Dazu werde die Gemeinde erst einen Verkaufspreis festlegen müssen. Die Anhaltspunkte zur Preisermittlung aus dem Jahr 2018 seien überholt, so Göhzold. Daher müsse man ein neues Verkehrswertgutachten in Auftrag geben, der entsprechende Beschluss fiel bereits in der letzten Gemeinderatssitzung 2024. Die große Frage bei den Bauplätzen ist, wer diese kaufen darf. Bei den Grundstücken handelt es sich wie berichtet um ein Einheimischenmodell. Der Gemeinderat werde 2025 ein Bewertungssystem festlegen. „Es wird wahrscheinlich wieder ein Punktesystem mit verschiedenen Kriterien geben, wie beispielsweise Einkommensklasse oder Anzahl der Kinder.“ Welche Kriterien dafür herangezogen und wie gewichtet werden, müsse in den kommenden Monaten der Gemeinderat bestimmen. „Ich denke, wir werden da im Frühjahr konkreter werden können.“