Betriebsunfall am Festplatz: Über 1000 Liter Heizöl laufen aus

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Auf der betroffenen Fläche hat ein Bagger verunreinigtes Bodenmaterial abgetragen. Im Hintergrund steht noch der Anhänger des Heizöllastzuges. © dominik bartl

Eine kleine Unachtsamkeit - und schon war‘s geschehen: Am Oberammergauer Festplatz ist eine große Menge Heizöl ausgelaufen. Gegen den Verursacher wird ermittelt.

Oberammergau – Sofort schwirrten alle aus. Einsatzkräfte der Feuerwehr, Vertreter des Landrats- und Wasserwirtschaftsamtes sowie der Gemeinde sind am Donnerstagmittag zum Oberammergauer Volksfestplatz geeilt. Dort hatte sich ein Betriebsunfall ereignet, der schlimmere Folgen nach sich ziehen hätte können. Jede Menge Heizöl trat aus einem Tank aus. 1000 bis 1500 Liter, schätzt Bernd Sedlmaier. Und das in der Nähe des Labergrabens und der Ammer. Doch der Bauamtsleiter gibt am Freitagmittag Entwarnung: In die Richtung „ist nichts gelaufen“.

Aus Unachtsamkeit war es zu dem Zwischenfall gekommen. Der Fahrer eines Heizöllastzuges, ein 45-jähriger Einheimischer, hatte aus dem mitgeführten Anhänger den Brennstoff in seinen Lastwagen umgepumpt. Nachdem dieser voll beladen war, vergaß er jedoch, die Leitungsverbindung zu trennen und fuhr los. Wie die Polizei Oberammergau mitteilt, brach dabei die Leitung, das Öl gelang auf den Boden. Der Oberammergauer bemerkte das Problem und betätigte den Not-Aus-Schalter. Dadurch gelang es, dass sich der Anhänger nicht komplett entleerte.

Gutachter entnimmt Proben

22 Kräfte der örtlichen Feuerwehr machten sich unverzüglich an die Arbeit. „Wir haben das Öl abgesaugt und mit Bindemittel gebunden“, erklärt Kommandant Stefan Maier. So weit so gut. Doch wurde der unbefestigte Boden dennoch verunreinigt. Idealerweise war auch die Baufirma schnell zur Stelle. Ihre Aufgabe: der Erdaushub. Verhindern, dass es zu einer Verschmutzung des Grundwassers kommt. Umgehend trug der Bagger zirka zehn Zentimeter Boden ab, am Freitag legte das Gerät noch einmal etwas nach. Insgesamt entfernte er rund 30 bis 40 Kubik an Material.

Anders als beim Lauterbach bei Oberau, in den Anfang Februar ebenfalls Heizöl gelangt war, dies eine Spaziergängerin aber erst später bemerkte, ging die Aktion in Oberammergau zügig über die Bühne. Als „harmlos“ stuft Sedlmaier die Situation deshalb ein. Auch dank der Bodenbeschaffenheit auf dem betroffenen rund 200 Quadratmeter großen Areal. „Der Festplatz ist extrem verdichtet“, sagt der Bauamtsleiter. Dadurch konnte das Heizöl nicht tief eindringen. Zum Glück. „Bei Humus wäre es schlimmer gewesen.“

Endgültige Sicherheit, dass keine Verunreinigungen mehr vorliegen, werden die Ergebnisse des Gutachters bringen. Dieser entnahm am Freitagfrüh Proben. Falls dies aber doch der Fall sein sollte, wird kommende Woche noch einmal nachjustiert. Wie hoch der Schaden ausfällt, den der Unfall verursachte, kann die Polizei bislang nicht beziffern. Eines aber steht fest: Gegen den Tanklastzugfahrer wird wegen fahrlässiger Bodenverunreinigung ermittelt.

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