In Kempten entstand vor vier Jahren eine großartige Idee: 23 Brunnen sichern in Togo sauberes Trinkwasser und schenken tausenden Menschen Hoffnung.
Kempten/Togo – Aus einem Kennenlerngespräch zwischen Georg Sedlmaier und Kaplan Dr. Joseph Afatchao aus St. Lorenz entwickelte sich vor vier Jahren etwas ganz Großes. In Togo, der Heimat des Geistlichen, ist Trinkwasser ein knappes Gut, daher begann Sedlmaier Geld für Brunnen zu sammeln. Gemeinsam mit 28 Unterstützern waren die beiden zwölf Tage in dem westafrikanischen Land unterwegs. Die von ihnen gespendeten Brunnen holen aus 30 bis 35 Meter Tiefe sauberes, reines und gesundes Wasser an die Erdoberfläche. Sie haben es geschafft, 23 Brunnen zu errichten, ohne Regierung und ohne deutsche Firmen. Der 24. befindet sich in Vorbereitung.
Die Einweihung des 23. Brunnens war ein ganz großes Fest mit Tanz, Gesang, Trommeln und echter Freude. Bei der Einweihung wurden die Stifter des Brunnens mit Marmortafeln geehrt. Sie erlebten eine unbeschreibliche Freude und große Dankbarkeit in einem ländlichen Gebiet mit 30.000 Bauern und ein paar Beamten.
Die Reisegruppe wurde auch vom deutschen Botschafter und von König Mlapa VI. empfangen. „Ich wollte anfangs nur für einen Trinkwasserbrunnen sammeln, jetzt sind es 24 Brunnen mit 144.000 Euro Sammelergebnis geworden“, sagt Sedlmaier.
kb
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