Das alte Jahr 2025 hat noch kurz vor Schluss Opfer gefordert. In Bielefeld sind laut Polizei zwei Jugendliche an Silvester 2025 bei dem Versuch getötet worden, jeweils einen selbstgebauten Sprengsatz zu zünden.
Zwei Jugendliche durch Sprengsätze in Bielefeld an Silvester getötet
Demnach soll ein 18-Jähriger Bielefelder gegen 23.20 Uhr im Ortsteil Baumheide ein Rohr mit Schwarzpulver und anderen Dingen aus Pyrotechnik gefüllt haben. Als er versuchte, die Konstruktion auf einem Spielplatz zu zünden, explodierte sie direkt vor dem Gesicht des Teenagers. Herbeigerufene Rettungskräfte versuchten noch, ihn wiederzubeleben — vergeblich, wie die "Bild" berichtet. Er starb noch vor Ort.
Mittlerweile hat die Polizei mitgeteilt, dass es im Ortsteil Brake einen weiteren tödlichen Unfall gegeben haben soll. Auch dabei versuchte ein 18-Jähriger gegen Mitternacht, einen selbstgebauten Sprengsatz zu zünden und starb dabei. Auch hier konnten herbeigerufene Rettungskräfte den jungen Bielefelder zwar noch ins Krankenhaus bringen aber nicht mehr reanimieren.
Beide Vorfälle ereigneten sich dabei wohl unabhängig voneinander. "Die Jugendlichen hatten nach dem jetzigen Stand unserer Ermittlungen nichts miteinander zu tun", so die Polizei Bielefeld auf Anfrage von FOCUS online.
Nach Angaben der Beamten gab es in beiden Fällen zunächst keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. In beiden Fällen seien Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden.
Immer wieder schwere Unfälle
Immer wieder verletzen sich Menschen beim Umgang mit Pyrotechnik schwer - teils sogar tödlich. Leichtsinn mit Feuerwerk kostete in der vergangenen Silvesternacht in Deutschland fünf Männer das Leben. Zahlreiche Menschen erlitten teils schwere Verletzungen.
In Berlin wurden am diesjährigen Silvesterabend im Unfallkrankenhaus bis 22.30 Uhr fünf Menschen mit Böllerverletzungen in der Notaufnahme aufgenommen. Zwei davon seien schwer verletzt, teilte die Klinik auf der Plattform X mit.
In Leipzig wurde ein 16 Jahre altes Mädchen beim Versuch, einen in Deutschland nicht zugelassenen Silvesterböller zu entzünden, schwer an der Hand verletzt. Die Jugendliche verlor durch die Explosion den kleinen Finger und Teile des Ringfingers, wie die Polizei mitteilte.