Die ehemalige Stadt- und Kreisrätin sowie Awo-Vorsitzende Thea Zimmer feierte 90. Geburtstag.
„Ich mache weiter, solange ich noch was bewirken kann“, sagt Thea Zimmer. Auch mit nun 90 Jahren ist die ehemalige Stadt- und Kreisrätin immer noch für andere da.
Ans Aufhören denkt Thea Zimmer nicht
Seit 1982 ist die Jubilarin aktiv – politisch und karitativ. Ans Aufhören denkt die Wahl-Dachauerin und gebürtige Wilhelmshavenerin noch lange nicht. In ihrer Funktion als Patientenfürsprecherin, Ombudsfrau und Krankenhausbeirätin im Klinikum Dachau hilft sie auch heute noch wo sie kann. Und auch privat klingelt mehrmals die Woche das Telefon. Helfen kann sie dann immer. Entweder persönlich. Oder sie kennt den richtigen Ansprechpartner.
An ihrem 90. Geburtstag feierte sie mit rund 40 Familienmitgliedern, Freunden und Wegbegleitern im Schwarzberghof. Darunter waren ihre Töchter Anke und Svenja samt Ehemännern und die fünf Enkel. Als Geschenk bekam Thea Zimmer von der Familie gemeinsame Ausflüge nach Salzburg und in die Elbphilharmonie nach Hamburg.
Jubilarin ist stolz auf die tolle Familie
„Ich bin einfach stolz und glücklich, dass ich so eine tolle Familie habe“, schwärmt die Jubilarin, die sich zudem freute, dass Nachbarn sowie Freunde aus ganz Deutschland und sogar Europa zur Geburtstagsfeier anreisten.
Dankbar sind sicherlich die unzähligen Menschen, für die sich Zimmer in den vergangenen Jahrzehnten eingesetzt hat. Sei es als Stadt- und Kreisrätin für die SPD, als Awo-Vorsitzende, als Initiatorin der Awo-Sozialstation und des Frauenhauses oder als Seniorenbeirätin, Elternbeirätin und Schöffin. Thea Zimmer war und ist immer da, wo andere Hilfe brauchen.
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1968 zog Thea Zimmer mit ihrem Mann Lothar von Hessen nach Dachau. Als sie in der 80er-Jahren mitbekam, dass eine Nachbarin einsam und krank verstorben war, ohne dass sich jemand um sie gekümmert hatte, beschloss sie kurzerhand, eine Awo-Sozialstation in Dachau zu gründen. Ihr Engagement ließ seither nicht nach. Auch heute noch leuchten ihre Augen, wenn sie erzählt, dass sie kürzlich erst jemandem in einer schwierigen Situation weiterhelfen konnte.
Dankbar für die Unterstützung
Dabei hatte sie oft Unterstützer an ihrer Seite, denen sie natürlich sehr dankbar ist. Sie zählt beispielsweise den ehemaligen Bürgermeister Dr. Lorenz Reitmeier, Bernd Sondermann, Dieter Moser, Gabriel Schaller, Rudi Schmid, Rosa Rühl, Edgar Forster oder ihre Freundin und Awo-Mitstreiterin Paula Herzinger auf, um nur einige zu nennen.
Thea Zimmer hat im Laufe der Jahrzehnte viel bewegt. Sei es im Bereich Betreutes Wohnen, Barrierefreiheit in der Altstadt, attraktiver Nahverkehr und vieles, vieles mehr. Dafür wurde sie mehrfach geehrt. Doch auf eine Auszeichnung ist sie besonders stolz – auf die Hans-Weinberger-Ehrenurkunde der Awo. 38 Jahre leitete Thea Zimmer als Dachauer Vorsitzende die Geschicke des Wohlfahrtsverbandes.
Beim gestrigen Neujahrsempfang im Gasthaus Drei Rosen gratulierten Zimmer unter anderem Nachfolgerin Renate Kiermair und der zweite Vorsitzende Alfred Stelzer.
Ohne Thea Zimmer wäre Landkreis ärmer
Der Landtagsabgeordnete und BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath bezeichnete Thea Zimmer anlässlich ihres 90. Geburtstages als „Grande Dame der Sozialpolitik im Landkreis Dachau“. Ohne sie wäre „unser Landkreis ärmer, kälter und weniger sozial“. Dem stimmen sicherlich alle zu, die Thea Zimmer kennen und ihre zupackende und zugleich liebevolle Art schätzen.
sim
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