Streetart Landkreis Landsberg: Stipendiaten sind auserkoren

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Schon letztes Jahr konnten in Landsberg 15 Künstlerinnen und Künstler die Wände einer Gewerbehalle im Frauenwald mit Graffitis gestalten. Vincent Göhlich (alias Erwa.One, links) wird die jetzt gekürten Stipendiaten während ihrer Arbeit in Landsberg begleiten. © Schelle

Die zwei Stipendiaten des Streetart-Stipendiums des Landkreises Landsberg stehen fest. Emma Schindelmann (19) und Bjarne Jaschhof (21) haben die siebenköpfige Jury überzeugt.

Street Art Stipendiaten VR Bank Erwa One 2024
Stipendium für Streetart: Emma Schindelmann und Bjarne Jaschof (Mitte) wurden von der Jury ausgewählt. Mit in der Jury: Streetart-Art-Künstler Erwa.One (links), der die zwei Stipendiaten auch weiterhin begleiten wird. © Göhlich/VR-Bank

Landkreis – Emma Schindelmann ist 19 Jahre alt und wohnt in Landsberg. Die gebürtige Schondorferin war zunächst auf dem Ignaz-Kögler-Gymnasium (IKG). „Kunst hat mir immer sehr viel Spaß gemacht.“ Als sie 14 wurde, hat sich auch zuhause immer mehr gemalt und gemerkt, dass es auch schulisch etwas ‚künstlerischer‘ werden soll. „Ich bin in der 10. Klasse auf die FOS zum Gestaltungszweig gewechselt.“ Von da an hat die Kunst einen noch größeren Teil in Emmas Leben eingenommen – in der Schule und auch zuhause. „Hobbymäßig habe ich viel genäht oder gebastelt.“ In 2021 fand dann der Graffiti-Wettbewerb „Kunst am Bauzaun“ statt, der vom damaligen Kulturreferenten Axel Flörke initiiert wurde. „Da bin ich das erste Mal mit Vincent in Kontakt gekommen.“ Vincent Göhlich („Erwa.One“) ist der künstlerische Leiter und Initiator des U27 Streetart-Stipendiums. Letztes Jahr veranstaltete er die Ausstellung „Junge Kunst am Silo“ (der KREISBOTE berichtete), auch hier war Emma dabei. Danach hat Göhlich ihr von dem Stipendium erzählt – und sie hat sich angemeldet.

Street-Art-Stipendium im Landkreis Landsberg: Natur in den Straßen

Für die Gestaltung ihrer drei Flächen im Rahmen des Stipendiums hat Emma noch keine genaue Idee. Bisher war sie immer „im natürlichen Bereich“ unterwegs – „Blumen und Berge sind oft meine Motive.“ Emma will mit ihren Kunstwerken vor allem „Fröhlichkeit reinbringen und auch ein bisschen Natur in die Städte.“ Das möchte sie vor allem mit Pinselstrichen umsetzen, obwohl sie in einem Workshop, ebenfalls von Göhlich initiiert, „ein bisschen sprayen gelernt“ hat. Der nächste Schritt ist, sich Flächen für die Werke zu suchen. Es gibt zwar legale Flächen in Landsberg, dort ist aber die Gefahr groß, dass die Werke schnell wieder übermalt werden. „Jetzt müssen wir mit ganz vielen Leuten reden und schauen, dass wir irgendwelche Plätze finden.“ Diesbezüglich hat sich Emma auch schon mit Bjarne Jaschhof, dem zweiten Stipendiaten, ausgetauscht.

Bjarne ist 21 Jahre alt und wohnt in Türkenfeld. „Ich habe eine Ausbildung als Fachinformatiker in Paderborn gemacht“, erzählt er. Auf den Straßen der Stadt hat er viele urbane Kunst-Bilder gesehen – „das hat mich fasziniert“. Er hat schon immer gerne fotografiert und gestaltet „darum bin ich dann auch nach Landsberg gewechselt.“ Ebenfalls an den Gestaltungszweig der FOS. Dort ist er durch ein Plakat auf das Stipendium aufmerksam geworden „und dann hab ich mich da mal beworben – ohne Vorahnung.“ Dass er dann tatsächlich angenommen wurde, freut Bjarne sehr. Welche Werke er schaffen will, weiß er allerdings noch nicht. „Ich will sie an die Orte anpassen, an denen ich male, damit sie zur Umgebung passen.“

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Den Beginn des Stipendiums markiert ein Sprühworkshop am morgigen Mittwoch mit dem künstlerischen Leiter Erwa.One. Die Werke der Stipendiaten sind dann an der Unterführung an der Iglinger Straße zu bewundern. Bis November haben die beiden jetzt Zeit, um drei Flächen im Landkreis ein gutes Stück bunter zu machen.

Die Stipendiaten erhalten 36 Sprühdosen und eine professionelle Schutzausrüstung sowie Wandfarben aus einem Recyclingprojekt, um bis November drei Streetart-Werke zu sprühen. Während der Stipendiums-Laufzeit werden sie vom Kreisjugendring Landsberg und Erwa.One (Vincent Göhlich) begleitet und ihre Arbeit wird dokumentiert. „Flächen zur freien Gestaltung, wie zum Beispiel Garagen, werden dringend gesucht“, appelliert Erwa.One.

In der Jury: Stefan Ehle (Kreisjugendring Landsberg), Claudia Weißbrodt (Kulturbüro Landsberg), Christian Burchard (im Namen der Hans Heinrich Martin Stiftung), Manfred Doll (VR-Bank Landsberg-Ammersee), Lorenzo Kreuzer (Psychic Shop Augsburg) und Vincent Göhlich ( Erwa.One). Die Sponsoren: die Hans-Heinrich-Martin Stiftung, die VR-Bank Landsberg-Ammersee sowie der Psychic Shop Augsburg.

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