Auto mit zwei jungen Männern versinkt in eiskaltem Fluss – was dann passiert, grenzt an ein Wunder

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Das Auto war völlig in der eiskalten Günz versunken – mit den beiden 18-Jährigen an Bord. © Montage Facebook/DLRG KV Leipheim/Günzburg/Neu-Ulm e.V.

Zwei 18-Jährige sind bei einer Spritztour mit Papas Auto in einem Fluss in Schwaben nahe Günzburg versunken. Eine bravouröse Aktion der beiden sorgte für einen glücklichen Ausgang.

Ichenhausen – Die Günz ist ein Fluss in bayerisch Schwaben, nach der eine ganze Eiszeit benannt wurde – die Günz-Eiszeit, in der vor rund 600 000 bis 800 000 Jahren die Gletscher aus den Alpen weit ins Vorland vorrückten. Aber auch aktuell ist die Günz ein eisiger Fluss, Eisschollen schwimmen auf dem Wasser, dessen Temperatur nur ganz knapp über dem Gefrierpunkt liegt.

Genau in diesem Eiswasser sind ein 18-jähriger Mann und sein gleichaltriger Freund gelandet, als der Fahrer am Donnerstag (8. Januar) mit dem Auto des Vaters eine Spritztour unternehmen wollte. Auf einer glatten Straße passierte das Unglück. Laut Polizei wollte der Fahrer mit dem Auto in Ichenhausen (Landkreis Günzburg) auf eine Brücke fahren. Weil die Straße glatt war, konnte er das Auto aber nicht mehr steuern. Der Wagen donnerte geradeaus zwischen der Brücke und einem Baum den Abhang hinunter und landete im eisigen Wasser der Günz. Das Auto ging laut Polizei direkt nach dem Aufprall in eine vertikale Position über. Das Auto versank im vier Meter tiefen Wasser komplett.

Auto versinkt kopfüber komplett im Eiswasser – Beifahrer kann gerade noch die Türe öffnen

Der 18-jährige Beifahrer reagierte aber richtig und schnell: Er öffnete die Beifahrertür. So konnten die beiden das sinkende Auto verlassen. Sie sind ans Flussufer geschwommen und brachten sich in Sicherheit. Sie waren unterkühlt, aber ansonsten unverletzt.

Bei der Bergung des versunkenen Kleinwagens waren neben Feuerwehrleuten auch Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) dabei. „Das Fahrzeug musste erst durch unsere Einsatztaucher gesucht und zur Bergung vorbereitet werden“, heißt es auf der Facebook-Seite der örtlichen DLRG. „Die Bergung konnte dann durch die Freiwillige Feuerwehr Ichenhausen mittels Seilwinden durchgeführt werden.“ Der Wagen ist wohl komplett Schrott.

Einen ähnlichen Vorfall gab es am selben Tag bei Passau, als ein Bagger in die Donau rutschte und versank. Bei weiteren Glätteunfällen kamen alleine in Bayern drei Menschen ums Leben.