Ein Hoch aufs neue Feuerwehrhaus

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Der Fuhrpark der Feuerwehr ist beeindruckend. Mit dem neuen Gebäude wurde auch ein neues Löschfahrzeug geweiht. © Christian Scholle

Mit 300 Gästen und voller Freude, Stolz und großer Dankbarkeit feierten am Samstag die Tegernseer Feuerwehr und die Stadt die Einweihung des Feuerwehrhauses und Segnung des neuen Löschgruppenfahrzeugs. Trotz Funktionalität und Hightech funktionierten die Garagen-Hallen auch als Festplatz.

Tegernsee - Bei schönstem Sonnenschein strömten am Samstagnachmittag die Festgäste zum neuen Tegernseer Feuerwehrhaus in der Hochfeldstraße. Dort galt es buchstäblich die letzten Gräben, sprich unfertigen Straßenbauabschnitte, zu überwinden, um aufs Festgelände zu gelangen. Zu einem solchen war der Hof verwandelt, auf dem acht Feuerwehrfahrzeuge standen, eines mit ausgefahrener Leiter, eines mit angehängtem Boot.

Die Garagentore waren weit geöffnet. Innen blitzten und blinkten hinter der blumengeschmückten Bühne ein historisches Feuerwehrfahrzeug und daneben das neue LF20, das bei geöffneten Seiten den Blick freigab auf sein beeindruckendes technisches Innenleben.

Rund 300 Besucher feiern mit der Feuerwehr

Die Gäste, darunter der stellvertretende Landrat Jens Zangenfeind, die Bürgermeister Alfons Besel aus Gmund, Robert Kühn aus Bad Wiessee und Norbert Kerkel aus Waakirchen, Stadträte, die Kommandanten aller Wehren im Landkreis, die Feuerwehrkreisführung, die befreundeten Feuerwehren aus Dürnstein, Kaltern und Schliersee und Vertreter anderer Rettungsorganisationen saßen an den Biertischen, als sie von Bürgermeister Johannes Hagn begrüßt wurden.

Die Anstrengungen der vergangenen zehn Jahren fürs neue Feuerwehrhaus und auch der Gegenwind sitzen den Verantwortlichen der Stadt noch ein wenig in den Knochen. Hagn gedachte der unzähligen Arbeitssitzungen und der Krisen, die den Fortgang des Projekts erschwerten. Eindeutig vorherrschend waren jedoch Freude und Stolz. „Dieses Feuerwehrhaus ist von hinten bis vorne ab- und durchgeprüft. Es ist resiliente Infrastruktur: im Notfall als Krisenzentrale für das ganze Tal und den Kreis nutzbar. Wir sind froh, dass wir es haben“, erklärte Hagn. Sein Fazit: „Das Feuerwehrhaus ist für die Tegernseer Bürger gebaut worden – und es ist zudem wirklich schön geworden.“

Viele Hindernisse zu überwinden

Auch Kommandant Wolfgang Winkler ließ zehn Jahre Revue passieren. Die Erkenntnis, dass die Funktionalität im alten Feuerwehrhaus ausgeschöpft und die Sicherheit nicht mehr gegeben war, die Machbarkeitsstudie, die emotionale Belastung durch den Abbruch, die Schnee- und Flutkatastrophen, die Pandemie, die durch weltweite Krisen gestiegenen Baumaterialkosten, die vielen Klausuren.

Eröffnung FFW-Haus Tegernsee
Bei der Ansprache: (v.l.) Franz Thum vom Feuerwehrverein, Johannes Hagn und Kommandant Wolfgang Winkler  © Christian Scholle

„Jetzt haben wir ein funktionelles, sicheres, zukunftsweisendes Gebäude, in dem das Arbeiten auch Spaß macht“, sagte Winkler. Auch das sei wichtig, wenn man bedenke, dass die Arbeit ehrenamtlich geleistet werde. Der Kommandant dankte für die Unterstützung der Stadt, explizit Bürgermeister Hagn und den Stadträten, Bauamtsleiterin Bettina Koch, der Architektin und den Fachplanern: „Das Tegernseer Rathaus bietet uns den Rückhalt, den wir als Feuerwehr für eine erfolgreiche Arbeit benötigen.“

Letzte Amtshandlung des scheidenden Kreisbrandrats

Winkler rühmte nicht nur die neue Heimat der Feuerwehr, sondern auch das neue LF20 mit seiner eindrucksvollen Technik. Mit dem modernen Löschfahrzeug können sogar Vegetationsbrände bekämpft werden. Für Kreisbrandrat Anton Riblinger war es eine Ehre, dass er das Feuerwehrhaus als letzte Amtshandlung seiner aktiven Dienstzeit einweihen durfte. „Es war ein wichtiges Anliegen, dass Tegernsee zur Koordinierungsstelle für das gesamte Tegernseer Tal wird“, sagte Riblinger und wies darauf hin, dass hier alles nach deutscher Norm und EU-Norm umgesetzt wurde. „Es ist ganz schön groß. Aber ein Feuerwehrhaus baut man für Jahrzehnte, damit sich die Feuerwehr auch weiterentwickeln und stets die richtige technische Ausrüstung vorhalten kann.“

Es folgte der Segen von Feuerwehrmitglied Monsignore Walter Waldschütz und des evangelischen Pfarrers Martin Weber. Der Feuerwehr seien gleich vier Schutzheilige zugeordnet werden, erklärten sie. Denn es brauche immer eine Gemeinschaft von Helfenden, wo Leben in Gefahr sei.

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