Architekturpreis 2024: Ausgezeichnete Gebäude und Räume

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„Für andere Konfessionen geöffnet“ und damit die Zukunft gesichert haben die Planer die Hebertshauser St. Georgskirche. © Florian Holzherr

Drei Preisträger beim Dachauer Architekturpreis 2024: Alle Entwürfe sind noch bis Donnerstag in der Schranne zu sehen.

Dachau - Die KVD-Galerie in der Kulturschranne steht derzeit ganz im Zeichen der Baukultur. Grund: die Preis­verleihung zum Architekturpreis Dachau 2024, ausgelobt vom Architekturforum Dachau. Landrat Stefan Löwl, der Schirmherr des Wettbewerbs, hatte das Vergnügen, sechs herausragende Bauprojekte zu prämieren: drei Preisträger, eine „Lobende Erwähnung“ und zwei Projekte als „Engere Wahl“. Diese wurden zuvor von einer Jury aus externen Fachleuten ausgewählt. Insgesamt wurden 25 Projekte aus der Stadt und den Landkreisgemeinden für den Wettbewerb eingereicht.

Einen Preis erhielt das Kirchenareal St. Georg Hebertshausen. Als Bauherren fungierten die Gemeinde Hebertshausen und der Pfarrverband Röhrmoos, für die Planung waren Kuntscher Tscherning Architekten verantwortlich. Die Jury überzeugte das Konzept, das „den historischen Begräbnisort und die St.-Georgskirche erhält, durch bauliche Interventionen das gesamte Areal transformiert und ihm durch die Öffnung für andere Konfessionen eine Zukunft gibt“.

Auch der Unverpacktladen „Simperl“ mit Café wurde von der Jury mit einem Preis belohnt. Bauherr war die Familie Simperl, Planer der Architekt Walter Baedeker. Das Projekt zeichnet sich, so die Jury, durch eine hohe Stimmigkeit des Gesamteindruckes aus und weise eine ruhige, unaufgeregte und dabei helle, moderne und großzügige Erscheinung und Bauweise auf.

Ebenfalls mit einem Preis ausgezeichnet wurde das Projekt „Wohnen mit Optionen“ der Bauherren Bettina und Quirin Havermann. Die Jury hob hervor, dass das Projekt von Studio Rauch „mit Raffinesse die traditionelle architektonische Bautypologie des traditionellen Hauses mit Giebeldach neu interpretiert, die immer wieder für Wohnviertel mit geringer Dichte charakteristisch ist“.

„Stimmiger Gesamteindruck“: der Unverpacktladen der Familie Simperl.
„Stimmiger Gesamteindruck“: der Unverpacktladen der Familie Simperl. © Walter Baedeker

Eine lobende Erwähnung erhielt das Wohn- und Geschäftshaus „Birgmannforum“ an der Pfarrstraße 1 in der Altstadt. Bauherr war die Scherm Verwaltungs KG, für die Planung zeichneten pmp-Architekten verantwortlich. Die Jury würdigte die „gelungene Revitalisierung“ eines Kaufhaues aus den 1970er-Jahren, dessen „neues Gesicht sich ohne großspurige Geste in den baulichen Kontext der historischen Bürgerhäuser einfügt“.

Mit „Engere Wahl“ ausgezeichnet wurde der Neubau eines Einfamilienhauses. Bauherren waren die Architekten Gisela und Benjamin Adams. Der Jury gefiel besonders, wie bei dem Null-Energie-Wohngebäude mit den Herausforderungen des Klimawandels durch nachhaltige und Ressourcen-schonende Maßnahmen umgegangen wurde.

Ebenfalls in die engere Wahl kam das „6 x 60 Haus“ von Bauherr Thomas Hack und den Planern Alexander Tochtermann und Philipp Wündrich. Der Jury gefiel der „monolithisch sehr starke gestalterische Entwurf, der sich in die räumliche Umgebung integriert“.

Mitglieder der Jury waren: Innenarchitektin Annette Brunner aus München als Vorsitzende, Architektin Birgit Weber aus Windach, Landschaftsarchitekt Heinz L. Kindhammer aus Wolnzach, Architekt Luigi Scolari aus Bozen und Architekt Michael Feil aus Regensburg.

Interessierte Bürger haben noch bis Donnerstag, 28. November, die Gelegenheit, alle eingereichten Arbeiten in der Schranne persönlich zu begutachten. Die Öffnungszeiten sind täglich von 16 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

„Wohnen mit Optionen“ nennt sich dieses Haus.
„Wohnen mit Optionen“ nennt sich dieses Haus. © Stefan Rauch

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