Zahlen der IHK rund um die Wirtschaft im Landkreis Dachau

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Der Vorstand der IHK Dachau aus Stefan Fichtl, Christine Unzeitig, Notburga Kreppold und Werner Mooseder (v.l.). © hi

IHK veröffentlicht Wirtschaftskennzahlen – Positive Entwicklung mit Einschränkungen

Dachau - Die Wirtschaft des Landkreises Dachau hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Jedoch kann der Amper-Landkreis nicht bei allen wichtigen Wirtschaftskennzahlen mit den Entwicklungen in den Nachbarregionen mithalten. So ist das Pendler-Saldo weiterhin stark negativ, es gibt keine verfügbaren Gewerbeflächen. Das geht aus aktuellen Strukturdaten für die Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) München und Oberbayern hervor.

Die Zahlen der Beschäftigten

Eine positive Entwicklung gab es bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Dachau. So stieg deren Anzahl zwischen 2018 und 2023 um 7,9 Prozent auf über 46 300 Personen. In Oberbayern lag die Steigerung ebenfalls bei 7,9 Prozent. In Stadt und Landkreis Dachau arbeiteten, so die IHK, knapp 13 300 Personen im Handel, in Verkehrsbetrieben und im Gastgewerbe, etwas mehr als 12 000 Menschen waren im letzten Jahr in produzierenden Unternehmen tätig. Etwas über 13 000 Beschäftigte sind bei öffentlichen und privaten Dienstleistern, weitere 7500 bei sogenannten Unternehmensdienstleistern beschäftigt gewesen.  

Dienstleistung steht in Vordergrund

Die Leistungsfähigkeit der Dachauer Betriebe verdeutlicht deren Bruttowertschöpfung. Dieser Mehrwert, den die Unternehmen durch ihre eigene Produktion geschaffen haben, stieg nach IHK-Angaben zwischen 2016 und 2021 um 19,8 Prozent von rund 3,7 auf über 4,4 Milliarden Euro. In Oberbayern lag diese Steigerung bei 18,9 Prozent. Jedoch gibt es zahlreiche Landkreise, vor allem südlich von München, die Steigerungsraten von mehr als 20 Prozent aufwiesen.

Der Landkreis Dachau ist, was die Wertschöpfung angeht, stark dienstleistungsgeprägt. So erwirtschafteten Dienstleister für Unternehmen, Unternehmen der Finanz-, Versicherungsbranche und Dienstleister aus dem Grundstücks- und Wohnungswesen 1,198 Milliarden Euro. Im Handel, dem Verkehrsbereich, im Gastgewerbe und in der Informations- und Kommunikationsbranche wurden 1,014 Milliarden erwirtschaftet. Das Produzierende Gewerbe (ohne Bau) im Landkreis Dachau erwirtschaftete 677 Millionen, das Verarbeitende Gewerbe trug 557 Millionen Euro zur Wertschöpfung bei, das Baugewerbe weitere 468 Millionen Euro. 

Anmeldungen von Gewerbe

Ein gemischtes Bild gab es bei den Gewerbeanmeldungen im Landkreis Dachau. So wurden im Jahr 2023 1630 Neuanmeldungen gezählt, im Jahr davor waren es noch 1706 Anmeldungen. Im Vergleich zu 2018 nahm die Anmeldequote jedoch um 5,3 Prozent zu. In Oberbayern lag dieser Wert nur bei 0,4 Prozent, während es zwischen den Jahren 2022 und 2023 eine Steigerung der Anmeldezahlen von 8,3 Prozent gab.

Keine freien Gewerbeflächen

Dachau weist weiterhin einen hohen negativen Pendlersaldo auf. So pendelten im Jahr 2023 knapp 27 000 mehr Personen aus dem Landkreis aus als ein. Auffallend sind Zahlen der IHK zu verfügbaren Gewerbeflächen im Landkreis Dachau. Da werden im IHK-Bericht für die Jahre 2022 und 2023 gar keine verfügbaren Flächen berichtet.

Spitzenreiter ist der Landkreis Dachau bei der Vorausberechnung der Bevölkerungszunahme. So geht das Bayerische Landesamt für Statistik davon aus, dass im Jahr 2042 173 400 Menschen leben werden. Eine solche Steigerung über 10 Prozent zum Jahr 2022 erwarten die Statistiker nur noch für die Kreise Pfaffenhofen und Ebersberg.

Steigende Gästezahlen

Starke Zunahmen gab es auch im Tourismus. So konnte der Landkreis Dachau im Jahr 2023 mehr als 198 000 Gäste begrüßen, im Jahr 2018 waren es etwas mehr als 150 000. Dies entsprach eine Steigerung von 31,6 Prozent. In Oberbayern insgesamt gab es für diesen Zeitraum eine stagnierende Gästezahl. Allerdings gibt es dort viele Regionen, die bereits ein wesentlich höheres Niveau an Gästen haben als der Landkreis Dachau. Dies drückt sich durch die Tourismusintensität aus, also die Anzahl der Übernachtungen je 100 Einwohner. Diese lag im Landkreis Dachau bei 308,5 Übernachtungen pro 100 Einwohner, oberbayernweit sind es im Schnitt 922,6 Übernachtungen, bayernweit immerhin noch 746,2. Auch bei den Gästeübernachtungen legte der Landkreis Dachau in den vergangenen Jahren deutlich zu. Im Vergleich zum Jahr 2018 gab es eine Steigerung von 36 Prozent auf 486 800 Übernachtungen in 2023, während die Anzahl der Gäste in Oberbayern im Schnitt nur um 3,8 Prozent wuchs. 

Im Landkreis Dachau zählte die IHK zum Stand Ende 2023 über 11 500 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. Vorsitzender des Regionalausschusses ist der Bauunternehmer Werner Moos㈠eder.

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