Schranke hochgehoben, Parkticket bezahlt: Video zeigt Vorgehen der Täter

Der Einbruch in eine Sparkassenfiliale im Gelsenkirchener Stadtteil Buer zählt zu den größten Bankrauben der vergangenen Jahre. Die Täter gingen offenbar planvoll und koordiniert vor. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sie sich während der Weihnachtstage Zugang zu der Filiale und nutzten dabei auch ein direkt angrenzendes Parkhaus. Entdeckt wurde die Tat erst am frühen Montagmorgen, als ein Brandmelder Alarm auslöste.

Ein mutmaßlicher Täter soll Geld in den Parkautomaten geworfen haben

Bilder einer Überwachungskamera, die "waz.de" vorliegen, zeigen offenbar den Ablauf im Parkhaus. Zu sehen sind zwei maskierte Männer mit schwarzer Skimaske und Baseballkappen.

Einer von ihnen wirft an einem Parkautomaten Münzen ein, während der andere eine Schranke im Inneren des Parkhauses hochstemmt. Kurz darauf fährt ein weißer Lieferwagen durch die geöffnete Schranke. 

In weiteren Sequenzen ist ein schwarzer Kombi zu sehen, der von Zeugen als Audi RS6 beschrieben wurde. Das Fahrzeug hält vor einer Schranke, die sich nach Einwurf eines Tickets öffnet, und verlässt anschließend das Parkhaus.

Rund 3250 Schließfächer aufgebrochen

Nach dem Bekanntwerden des Einbruchs kam es vor der Filiale zu tumultartigen Szenen. Zahlreiche Kundinnen und Kunden suchten die Bank auf, um Informationen über ihre Schließfächer zu erhalten. Die Filiale blieb zunächst geschlossen. Ermittler prüfen unter anderem Hinweise, wonach die Täter aus den Niederlanden stammen könnten. Das berichtet der "Spiegel". Die Ermittlungen dauern an.

Nach Angaben der Polizei bohrten die Täter von einem benachbarten Raum ein großes Loch in den Tresorraum der Bank. Dort brachen sie systematisch rund 3250 Schließfächer auf. Die Beute könnte nach Medienberichten bei rund 30 Millionen Euro liegen, offiziell bestätigt ist eine zweistellige Millionensumme.