Poesie-Wettstreit vom Feinsten: Der Landsberger Poetry Slam des Kreisjugendrings ist legendär. Auch Ende April fanden sich wieder Poeten und Poetinnen im Stadttheater ein.
Landsberg - Poesie und der Kreisjugendring Landsberg sind eng verbunden - was sich in den regelmäßigen Poetry Slams im Stadttheater immer wieder zeigt. Dem letzten Dichterwettstreit im April unter Leitung von Lotta Emilia (deutschsprachige Vizemeisterin 2021) ging in der KJR-Geschäftsstelle ein Poetry-Slam-Workshop für unter 20jährige voraus. Lotta Emilia gab dabei ihr Wissen und Tipps an sieben Jugendliche zwischen knapp 14 und 19 Jahren weiter. Die Ergebnisse sind am Mittwoch, 8. Mai, im Filmpalast Kaufering zu hören. Neben den Workshopteilnehmerinnen werden auch Schüler vom Ammerseegymnasium – hier findet in dieser Woche ein weiterer Workshop mit Lotta Emilia statt – sowie ehemalige U20-Slam-Teilnehmer und evtl. Slammer aus der Münchner U20-Szene auftreten. Der Eintritt zum U20-Slam im Filmpalast ist frei. Über eine kleine Spende freuen sich die Veranstalter vom Kreisjugendring Landsberg.
Die Meister und Meisterinnen der Dichtkunst beim Landsberger Poetry-Slam
Zum regulären Slam kamen trotz Sommerwetter über 150 Besucher ins Stadttheater und hörten hochklassige Auftritte von allen acht Slammern und Slammerinnen. Den Anfang machte Lotta Emilia, mit ihrem Text „Ich wäre gerne eine 10 von 10…. aber ich mache Poetry Slam.“ Anschließend stand Lokalmatadorin Lilien Golob auf der Bühne, die im vergangenen Jahr den U20-Poetry-Slam im Stadttheater gewinnen konnte. Slam-Veteran Billy Reuschel aus Ingolstadt und Skog Ogvann, der aus Leipzig angereist war, vollendeten die erste Runde, aus der Skog Ogvann durch den Applaus des Publikums ins Finale gewählt wurde.
Nach der Pause zog der amtierende bayerische Meister Julius Althoetmar das Publikum in seinen Bann, ehe Birte Lau, der Rosenheimer Slammaster Thomas Eiwen und Sanny Tiger ihre Texte präsentierten. Julius Althoetmar wurde hier seiner Favoritenrolle gerecht und wurde vom Publikum ins Finale geklatscht.
Gedichte über die Toilette und gute Tipps für die Kirche: das Finale
Der finale Dichterwettstreit konnte kaum spannender sein. Nach der „vollkommen überraschenden“ Entscheidung von Moderator Ko Bylanzky, die Startreihenfolge im Finale umzukehren, stand also zunächst Julius Althoetmar, der Sieger aus Runde zwei, auf der Bühne. Aus Sicht eines Unternehmensberaters gab er der katholischen Kirche Tipps für die zukünftige Ausrichtung. Anschließend präsentierte Skog Ogvann Teil 2 seiner „Triklogie“ (eine Reihe von drei Gedichten über das Klo), bei der sogar ein Teil in Mandarin vorgetragen wurde. Beide Auftritte rissen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin, was Moderator Bylanzky dazu veranlasste, etwas „noch nie da gewesenes in der Geschichte des Poetry Slam“ zu verkünden: den Doppelsieg von Julius Althoetmar und Skog Ogvann. Da nur ein Siegerpreis (ein Büchergutschein der Osiander’schen Buchhandlung) vorgesehen war, spendete kurzerhand eine Besucherin denselben Betrag in bar, sodass beide Gewinner noch belesener werden können.
Das Publikum honorierte die großartigen Auftritte aller Slammer und Slammerinnen mit einer Laola-Welle.. Der nächste reguläre Slam im Stadttheater findet am Samstag, 8. Juni, um 19.30 Uhr statt. Weitere Informationen dazu gibt es beim Kreisjugendring Landsberg oder per E-Mail an mail@kjr-landsberg.de.
Mehr Slam-Berichte? Unser Bericht über den februar-Slam finden Sie hier.
Meine news
Mit dem Kreisbote-Newsletter täglich zum Feierabend oder mit der neuen „Kreisbote“-App immer aktuell über die wichtigsten Geschichten informiert.