Stundenlang mussten sie in der Kälte ausharren, dann senkt sich der ersehnte Rettungshelikopter endlich vom Himmel herab. Mehr als 90 Menschen, unter ihnen zahlreiche Kinder und Jugendliche, waren am Dienstagvormittag in den italienischen Alpen nach einem Unfall an einer Seilbahn gestrandet.
Dabei waren zunächst vier Menschen leicht verletzt worden. Anschließend musstendie fast 100 Menschen aus dem hoch gelegenen Skigebiet evakuiert werden. Wie die Bergwacht mitteilte, prallte eine Kabine der Seilbahn mit hoher Geschwindigkeit gegen die Barriere der Bergstation unweit der Gemeinde Macugnaga an der Grenze zur Schweiz.
Unfall-Ursache wohl technisches Problem
Die Verletzten wurden nach Angaben der Bergwacht sofort mit einem Hubschrauber von der in etwa 2800 Metern Höhe liegenden Bergstation evakuiert. Wie die italienische Feuerwehr mitteilte, handelt es sich bei ihnen um drei Passagiere der Gondel sowie einen Seilbahnmitarbeiter.
Über mehrere Stunden waren im Anschluss knapp 100 Skifahrer und Wanderer auf der Bergstation gestrandet. Da die Seilbahn außer Betrieb genommen wurde, mussten die Menschen in einer langwierigen Aktion schrittweise mit Helikoptern weggeflogen werden. Der Einsatz verlief laut Behörden ohne Zwischenfälle.