Zwischen Vision und Wirtschaftlichkeit soll sich eine Bebauung am südlichen Kreuzberg in Miesbach bewegen. Doch wie soll das genau aussehen? Dazu braucht es auch eine Linie seitens des Stadtrats und seiner Ausschüsse. Ein Kommentar von Dieter Dorby.
Dirk Thelemann hat eine spannende Rolle. Der Veteran und gleichzeitig Neueinsteiger im Stadtrat hält dem Gremium systemisch den Spiegel vor. Seine Kritik: Man lässt sich Pläne vorlegen und bewertet. Schwer für Bauwerber, den Geschmack zu treffen.
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Mit der Forderung, der Ausschuss solle agieren, statt nur zu reagieren, trifft Thelemann einen wunden Punkt. Denn dazu müsste das Gremium eigene Ideen entwickeln. Wie schwer das ist, zeigte die Diskussion zu den neuen Kreuzberg-Plänen: Soll es nun visionär sein oder bewährt? Neue Wohnformen oder doch Ein-Familien-Häuschen?
Im Kern geht es für die Politik darum, Schwerpunkte zu definieren und Lösungen zu finden. Das soll sich am Kreuzberg im weiteren Fortgang finden – auch durch die Wertabschöpfung. Also passiert vorerst mal nichts. Was für die Stadt kein Problem ist. Dann freuen sich Wohnraumsuchende eben Jahre später auf die Perspektivfläche. Vielleicht sind dann die künftigen Bedürfnisse klarer.