Nach einem offenbar heftigen Unfall auf einer Ski-Piste in Österreich ist ein Mann verstorben. Ein weiterer Wintersportler wurde schwer verletzt.
Maria Alm – In Österreich und darüber hinaus sorgt ein schwerer Ski-Unfall vom Samstag (7. Februar) für Aufsehen. Im Skigebiet Maria Alm im Pinzgau unweit von Salzburg starb ein Tourengeher nach einem Zusammenstoß mit einem Skifahrer.
Der Unfall ereignete sich nach Angaben der APA bereits gegen Samstagmittag. Der 65-jährige Skitourengeher aus dem Pinzgau war demnach im Bereich der Schwarzeckalmabfahrt bergauf unterwegs. Dann kam es zu einem Zusammenstoß mit einem 20-jährigen Skifahrer aus dem Pongau, der die Abfahrt hinunterfuhr.
Ski-Unfall in Österreich kostet Menschenleben
Der Tourengeher wurde bei dem Unfall schwer verletzt und mit einem Notfall-Helikopter in ein Krankenhaus in Salzburg geflogen. Hier erlag er allerdings später seinen Verletzungen. Auch der 20-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus transportiert. Er wird offenbar noch behandelt.
Mitarbeiter der ortsansässigen Bergbahn hätten noch Erste Hilfe geleistet, den Unfall selbst aber nicht beobachtet, sagte der Geschäftsführer der Aberg-Hinterthal-Bergbahnen, Siegfried Egger, gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA.
Über das Skigebiet Maria Alm:
Das Gebiet Maria Alm liegt am Fuße des Hochkönigs im Salzburger Land. Es ist Teil der Skiregion Hochkönig und des größten Skigebiets Europas Ski Amadé. Insgesamt sind in Maria Alm 120 Kilometer durchgehend befahrbare Piste vorhanden, die über 34 Seilbahn- und Liftanlagen erreicht werden können.
Dem Bericht nach war das Tourengehen auf der entsprechenden Piste erlaubt, wenn die entsprechenden Regeln eingehalten werden. An der Stelle, wo der Unfall letztlich passierte, hätte es aber auch eine alternative Route über eine nicht geöffnete Piste nach oben gegeben, wie es unter anderem beim ORF heißt.
Der Deutsche Alpenverein nennt auf siener Homepage mehrere Verhaltensregeln für den Aufstieg auf Ski-Pisten für Tourengeher. Dazu zählt, dass die Tourengeher immer am Rand der Piste gehen dürfen. Das entspreicht auch den internationalen Verhaltensregeln des Ski-Verbandes FIS. Es darf zudem in Gruppen nur hintereinander und nicht nebeneinander gegangen werden. Bei Pistenquerungen sollte zudem äußerste Vorsicht gelten. Sie sollte nicht in unübersichtlichen Bereichen geschehen. Bei Dunkelheit sollten Tourengeher zudem eine Stirnlampe und reflektierende Kleidung tragen. (Verwendete Quellen: APA, ORF, Deutscher Alpenverein) (rjs)