Nach tödlichen Radler-Unfällen: Das Landratsamt wird aktiv

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Weilheim

Kommentare

Tödlich verunglückt ist ein Pedelec-Fahrer im Juni 2025 beim Versuch, die Staatsstraße zwischen Weilheim und Tankenrain zu überqueren. Mitte November ereignete sich an gleicher Stelle ein weiterer Unfall, bei dem ein Rennradfahrer ums Leben kam.  © Feuerwehr Weilheim

Zwei Radfahrer starben heuer bei Verkehrsunfällen auf der Staatsstraße Weilheim-Tankenrain. Das Landratsamt plant nun Geschwindigkeitsmessungen und wartet auf Gutachten.

Weilheim – Es ist schon lange eine Gefahrenzone, jetzt scheint die Sache mit der Sicherheit aber ins Rollen gekommen zu sein: Die Staatsstraße zwischen Weilheim und Tankenrain hat heuer bereits zwei Radfahrern das Leben gekostet. Wie berichtet, sind dort mehrere tödliche Unfälle in den vergangenen sechs Monaten passiert, davon zwei an derselben Stelle. Und zwar auf der Staatsstraße 2057 auf Höhe der Verbindungsstraße nach Oderding, die von vielen Radlern genutzt wird. Zuletzt wurde ein Rennradler hier Mitte November von einem Auto übersehen. Die Kollision endete tödlich.

Viele Bürger haben sich daraufhin mit ihren Sorgen und Lösungsvorschlägen an Bürgermeister Markus Loth gewandt, auch im Stadtrat war der Unfallschwerpunkt ein Thema. So hatten die Weilheimer eine Versetzung des Ortsschilds oder ein Tempolimit gefordert. Doch die Stadt fühlt sich nicht zuständig. Da es sich hier um eine Staatsstraße handelt, könne Weilheim rein gar nichts tun – außer die Beschwerden weiterleiten. Das Landratsamt Weilheim-Schongau ist gefragt.

Lesen Sie auch: Wichtiges Angebot an einem Traum-Standort in Weilheim

Vergleichsweise schnell reagierte die Kreis-Behörde auf die brisante Situation. „Es hat bereits Mitte Dezember einen Ortstermin geben“, so der stellvertretende Pressesprecher Klaus Mergel. Mit dabei: Experten der Verkehrsbehörde und eine Juristin.

Warten auf die Gutachten

Nach derzeitigem Stand stehe laut Mergel nicht im Raum, das Ortsschild zu versetzen. Eine endgültige Auskunft kann er jedoch nicht geben: Denn von der Staatsanwaltschaft wurde aktuell ein Gutachten in Auftrag gegeben. „Das Ergebnis bleibt abzuwarten.“ Auch was das Tempolimit angeht, folgt das Landratsamt einem stringenten Ablaufplan: „Es wird zunächst eine verdeckte Geschwindigkeitsmessung an der Straße stattfinden.“ Überdies würden auch hier die Ergebnisse der Gutachten zu den tödlichen Unfällen abgewartet, so der Pressesprecher weiter. Ob das noch 2025 passieren wird, dazu konnte Mergel keine Angabe machen. Es wird also noch etwas dauern, bis sich an der tödlichen Gefahrenzone zwischen Weilheim und Tankenrain etwas tut. Ein erster Schritt ist allerdings gemacht.