Winifred Bolland ist eine Rentnerin aus Edinburgh in Schottland, die gerade traumatische Krankenhausaufenthalte hinter sich hat. Der „Herald“ erzählt ihre Geschichte.
Im September letzten Jahres wurde die 87-Jährige in das „Royal Infirmary"-Krankenhaus in Edinburgh eingeliefert, nachdem sie sich die Hüfte gebrochen hatte. Es dauerte mehr als 12 Stunden, bis sie auf die Station kam.
Ehemalige Lehrerin (87) wartete stundenlang in der Notaufnahme: „Traumatisiert und erniedrigt“
Später wurde sie entlassen, doch im Oktober wurde sie erneut eingeliefert, weil sie Schwierigkeiten nach der Hüft-OP hatte. Wieder wartete die Rentnerin etwa 12 Stunden in der Notaufnahme.
Im Januar stürzte die Seniorin und brach sich zu Hause die andere Hüfte. Wieder dauerte es rund 12 Stunden, bis ihr endlich geholfen wurde. Ihre Mutter fühle sich „traumatisiert und erniedrigt“, sagte Ann, die Tochter der Rentnerin, dem „Herald". Sie wolle nie wieder zurück in dieses Krankenhaus.
95-Jährige muss fünf Stunden auf Bürgersteig auf Ambulanz warten
Eine andere Rentnerin erlebte kürzlich einen ähnlichen Horror. Sie stürzte bei einem Spaziergang in Christchurch, Dorset, und brach sich ebenfalls die Hüfte. Passanten riefen mehrmals den Notruf, aber die Rentnerin wurde nicht vorrangig behandelt und erhielt keine Priorität.
Mitarbeiter umliegender Geschäfte versorgten die Frau mit Decken, eine Passantin berichtete, dass die Frau unter "phänomenalen Schmerzen litt und sich in einer so verletzlichen Lage befand". Erst nach mehr als fünf Stunden traf ein Krankenwagen ein, der die Rentnerin ins Krankenhaus brachte.
Krankenhaus lässt Rentner (75) mit Lungenentzündung 12 Stunden auf dem Boden liegen
Auch der britische Rentner Martin Wakely (75) machte eine erniedrigende Krankenhauserfahrung: Der Mann musste zwölf Stunden auf dem Boden eines Krankenhauses in Kent liegen, weil das Krankenhaus überlastet war. Der alte Mann wurde mit Atemproblemen eingeliefert und später mit einer Lungenentzündung diagnostiziert.