Virusaktivität „sehr hoch“: Grippewelle schlägt in Bayern zu

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Die Grippesaison ist dieses Mal früher losgegangen als in den vergangenen Jahren. In Bayern häufen sich die Fälle bereits zum Jahresbeginn.

München – Die Grippesaison 2025/2026 hat Bayern fest im Griff – und das deutlich früher als gewohnt. Hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie bleierne Müdigkeit plagen derzeit Tausende Menschen im Freistaat. Bereits Ende November ging die diesjährige Grippesaison los. Das sind zwei bis drei Wochen früher als in den beiden Vorjahren.

Grippewelle in Bayern: Bisher mehr Fälle als im Vorjahr

In der ersten Woche des neuen Jahres wurden dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 4.152 Influenzafälle gemeldet. Das ist viermal so viel wie im gleichen Zeitraum 2025 (1103 Fälle). Die Gesamtfallzahl der Saison 2025/26 liegt im Freistaat bisher bei 17.874 Fällen. Normalerweise hat die Grippewelle ihren Höhepunkt Mitte Februar, in diesem Jahr könnte er jedoch schon früher erreicht werden. Bayernweit die meisten Fälle gibt es aktuell in Oberbayern (1.415), gefolgt von Mittelfranken (660) und der Oberpfalz (566).

Zahlreiche Menschen liegen derzeit mit Influenza in Bayern im Bett – mehr als im Vorjahr.
Zahlreiche Menschen liegen derzeit mit Influenza in Bayern im Bett – mehr als im Vorjahr. (Symboldbild) © Philip Dulian/dpa

Definition „Influenzasaison”

Mit der Kalenderwoche 40 beginnt die neue Influenzasaison des Jahres und damit die wöchentliche Berichterstattung. Sie dauert bis einschließlich der 16. Kalenderwoche des Folgejahres an.

Das Abwassermonitoring stuft die Virusaktivität für Influenzavirus A aktuell als „sehr hoch“ ein. Die Virusaktivität für Influenzavirus B wird hingegen als sehr niedrig eingestuft. Eine neue Influenza-Variante ist offenbar der Grund für den frühen Saisonstart. Daten aus England und der Südhalbkugel hätten darauf hingewiesen, „dass die neue Variante H3N2 Subklade K zu einer etwas früheren Welle führen wird“. Das sagte Gregor Paul, Oberarzt der Infektiologie, im BR.

Die Influenza-Fälle pro Kalenderwoche im Jahresvergleich.
Die Influenza-Fälle pro Kalenderwoche im Jahresvergleich. In der Saison 2025/2026 ist die Grippewelle weitaus früher gestartet. © LGL

Grippesaison in Bayern: So können Sie sich schützen

Als Schutz vor der Influenza halten Experten eine Grippeimpfung weiterhin für sinnvoll. Der Impfschutz ist nach zehn bis 14 Tagen vollständig aufgebaut. Die TK sowie das Bundesgesundheitsministerium haben zur Grippesaison Tipps veröffentlicht, wie man sich am besten vor einer Ansteckung schützen kann:

Händewaschen so oft wie möglich: Regelmäßiges und gründliches Waschen der Hände sei die beste Verteidigung,
Maske in der Öffentlichkeit: Eine Maske beispielsweise im ÖPNV schützt nicht nur einen selbst, sondern auch andere vor einer Infektion.
Nicht ins Gesicht fassen: Da Grippeviren von der Hand in den Mund oder auch in die Nase und die Augen gelangen, sollte man sein Gesicht so wenig wie möglich berühren.
Abstand halten: Wenn jemand erkältet ist, sollte Abstand zur kranken Person gehalten werden, um eine Ansteckung zu vermeiden.
Kein Händeschütteln und keine Umarmung zur Begrüßung. „Händeschütteln, Umarmungen, Küsschen auf die Wange - diese gesellschaftlichen Begrüßungsrituale sind zwar nett, bergen jedoch ein großes Ansteckungspotenzial“, heißt es von der TK.
Lüften und Reinigen: Mindestens drei bis viermal am Tag sollte man die Wohnung durchlüften. Oberflächen, die man oft anfasst, sollten häufiger gereinigt werden.

Bundesweit berichtet das Robert Koch-Institut von rund fünf Millionen akuten Atemwegserkrankungen in der ersten Kalenderwoche, darunter vor allem die Grippe. Die neue Influenza-Subklade K bereitet den Gesundheitsbehörden Sorgen, da sie sich wohl besser gegen Antikörper durchsetzen kann. (Quellen: LGL, RKI, TK, Bundesgesundheitsministerium)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/bayern/virusaktivitaet-sehr-hoch-grippewelle-schlaegt-in-bayern-zu-94121552.html