Viehmarkt des Zuchtverbands Miesbach: Hohe Nachfrage im Inland kompensiert Exportausfall

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Trotz Unsicherheit gut gelaufen: der Kälbermarkt in der Miesbacher Oberlandhalle (Symbolfoto). © THOMAS PLETTENBERG

Mit einer gehörigen Portion Unsicherheit gingen die Züchter in den jüngsten Großviehmarkt in der Oberlandhalle. Doch eine große Nachfrage aus dem Inland kompensierte die Exportausfälle.

Miesbach – Mit einer gehörigen Portion Unsicherheit gingen die Züchter in den jüngsten Großviehmarkt in der Oberlandhalle. Die zentrale Frage: Wie werden sich die Exportverbote durch das Auftreten der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg auf den Absatz in Miesbach auswirken? Umso erleichterter klingt der Bericht, den der Zuchtverband nach dem Markt veröffentlicht hat: Dank einer „sehr hohen Nachfrage aus Bayern“ habe man das Ausbleiben des niederländischen Großabnehmers Kuenen – zumindest für den Moment – kompensieren können.

Seit längerer Zeit wurden wieder drei Stiere in den Besamungseinsatz verkauft. Das mit einem Preis von 15 000 Euro teuerste Tier ging vom Zuchtbetrieb Franz Leitner aus Schliersee an die Station Bayern Genetik. Weitere zehn Stiere wanderten in den Natursprung. Sie erhielten bei einem laut Zuchtverband „hervorragenden Durchschnittspreis“ von 2975 Euro den Zuschlag. Eine Zweitkalbskuh wechselte für 2000 Euro den Besitzer. Von 111 Jungkühen erhielten 110 bei durchschnittlich 2606 Euro den Zuschlag. Für die drei vorgezogenen Jungkühe der Wertklasse 2a zahlten die Käufer 3850, 3300 und 3000 Euro. Drei Stiere und 35 Jungkühe ersteigerten sich heimische Züchter. Sechs Stiere, eine Zweitkalbskuh und 72 Jungkühe gehen an bayerische Viehhandelsunternehmen und Zuchtbetriebe, vier Stiere und drei Jungkühe ins restliche Bundesgebiet.

Zuchtverband warnt vor Spekulationen zu Maul- und Klauenseuche

Der nächste Großviehmarkt findet am Mittwoch, 5. Februar, in der Oberlandhalle statt. Zudem kündigt der Zuchtverband an, dass Veterinäre den Mitgliedern demnächst über den neuesten Stand in Sachen Maul- und Klauenseuche berichten werden. Entscheidend sei, ob sich die Krankheit weiter ausbreitet oder ob es bei den drei erkrankten Tieren in der Nähe von Berlin bleibt. Der Zuchtverband bittet die Züchter, nur offiziellen Aussagen Glauben zu schenken. „Alles andere ist Spekulation.“

Auch Kälbermarkt läuft gut

Wegen einer generell niedrigeren Exportquote blieb auch der jüngste Kälbermarkt in der Oberlandhalle von Vermarktungseinbrüchen verschont. Ein „riesiger Auftrieb“ von 741 Kälbern traf laut Zuchtverband auf sehr viele Kaufinteressenten. Die 619 verkauften Stierkälber zur Mast erzielten einen durchschnittlichen Kilopreis von 7,28 Euro. Die Durchschnittspreise in den einzelnen Gewichtsklassen: 70 bis 80 Kilo 7,44 Euro; 80 bis 90 Kilo 7,46 Euro und 90 bis 100 Kilo: 7,13 Euro. Für die 89 verkauften Kuhkälber: 70 bis 80 Kilo 3,69 Euro; 80 bis 90 Kilo 4,16 Euro und 90 bis 100 Kilo 3,96 Euro. Für die 32 angebotenen weiblichen Zuchtkälber wurden bei einem Durchschnittsgewicht von 83 Kilo im Schnitt 3,63 Euro pro Kilo bezahlt. Der nächste Kälbermarkt findet am Donnerstag, 23. Januar, statt.

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