Einsatz für Bergwacht Rottach-Egern am Schinder: Wanderin stürzt 15 Meter tief und verletzt sich schwer

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Eine abgestürzte Wanderin am Schinder in Kreuth wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gefolgen. © Bergwacht Rottach-Egern

In der zweiten Pfingstferienwoche war die Bergwacht Rottach-Egern am Tegernsee mehrfach im Einsatz. Mehrere schwerverletzte Patienten wurden nach Stürzen und Unfällen versorgt.

Tegernseer Tal – Die Bergwacht Rottach-Egern war in der zweiten Pfingstferienwoche stark gefragt. Mehrere teils schwerverletzte Patienten brauchten ihre Hilfe. Allein am letzten Feriensonntag gingen die ehrenamtlichen Retter vier Mal in den Einsatz.

Mountainbike-Sturz an der Söllbachstraße

Am Dienstagnachmittag (17. Juni) stürzte gegen 14.30 Uhr eine 63-jährige Mountainbikerin aus dem Landkreis Ingolstadt auf der Forststraße im Bereich Söllbach in Bad Wiessee. Die Frau zog sich eine Unterarmfraktur und multiple Schürfwunden zu. Zwei Einsatzkräfte und ein Notarzt des Straßenrettungsdienstes übernahmen die Erstversorgung und übergaben die Frau anschließend an die Besatzung des nachgeforderten Rettungswagen.

Wanderunfall im Bereich Sutten

Am Donnerstagmorgen (19. Juni) stürzte gegen 8.30 Uhr eine 59-jährige Wanderin aus dem Landkreis Miesbach im Bereich Suttenstein mehrere Meter ab und zog sich teils schwere Verletzungen zu. Die Frau stieg noch selbstständig zur Mittelstation ab, wo andere Wanderer auf sie aufmerksam wurden und die Bergwacht alarmierten. Die Bergwachtler sicherten den Wärmeerhalt, übernahm die Wundversorgung und stabilisierten die Patientin in einer Vakuummatratze. Zwei Einsatzkräfte waren im Pinzgauer im Einsatz. Die Übergabe erfolgte an einen Rettungswagen.

Schwerer Absturz am Schinder

Am Donnerstagnachmittag (19. Juni) stürzte eine 56-jährige Frau aus dem Landkreis München beim Abstieg vom Schindertor rund 15 Meter in steilem, brüchigem Gelände ab und erlitt schwere Verletzungen. „Aufgrund der unklaren Lage und der schwierigen Örtlichkeit forderte der Einsatzleiter der Bergwacht Rottach-Egern einen Rettungshubschrauber an“, erklärt die Bereitschaft.

Der eintreffende Christoph Murnau flog die Unfallstelle zuerst direkt an, sodass die Hubschrauber-Besatzung die Erstversorgung übernahmen. Angesichts der schwierigen Auffindesituation brachte der Hubschrauber anschließend vier Luftretter der Bergwacht Rottach-Egern an die Einsatzstelle, um die Patientin so schonend wie möglich abtransportieren zu können. Der Hubschrauber brachte die Frau in ein nahes Krankenhaus und holte dann die Bergretter an der Einsatzstelle ab.

Zugleich machten sich weitere Einsatzkräfte auf die Suche nach der Begleiterin der Wanderin, die selbstständig abgestiegen war. Sie wurde am Parkplatz angetroffen und noch vom Team der Psychosozialen Notfallversorgung der Bergwacht Bayern betreut bevor sie selbstständig die Heimreise antrat.

Bergwacht
Die Bergwachtler waren in der letzten Ferienwoche stark gefordert. (Symbolbild) © Matthias Bein/dpa

Radunfall nahe der Aueralm

Ein 67-jähriger Radfahrer aus dem Landkreis Zwickau (Sachsen) blieb am Samstag (21. Juni) gegen 11 Uhr auf dem Weg zur Aueralm mit dem Reifen in einer Wasserrinne hängen und stürzte. Dabei zog sich der Mann mehrere Verletzungen an Arm und Hüfte zu. Wegen seiner starken Schmerzen forderte die Bergwacht einen Notarzt nach. Nach der notärztlichen Erstversorgung erfolgte der Transport ins Tal durch die Bergwacht und die Übergabe an den Rettungswagen.

Reanimation nach Radunfall bei der Söllbachklause

Kurz darauf verlor ein 57-jähriger Radfahrer aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg (Hessen) im Bereich der Söllbachklause das Bewusstsein und stürzte. Bei Eintreffen der Bergwacht war die Reanimation durch Passanten bereits im Gange. Die Maßnahmen wurden gemeinsam mit dem Land-Notarzt, der Besetzung des Rettungshubschraubers Christoph 1 und der Crew eines direkt anfahrenden Rettungswagens fortgeführt. Trotz aller Bemühungen verstarb der Mann im Krankenhaus. Fünf Einsatzkräfte der Bergwacht waren beteiligt.

Gleitschirm-Baumbergung am Wallberg

Rottach-Egern – Eine 53-jährige Gleitschirmfliegerin aus dem Landkreis München landete am Sonntag (22. Juni) nahe des Wallbergstartplatzes etwa 30 Meter unterhalb des Kircherls in einem Baum. „Die Pilotin blieb unverletzt, brauchte aber die Hilfe der Bergwacht, um sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien“, erklärt diese. Die Retter holten sie und ihren Schirm zurück auf den Boden und sie konnte eigenständig mit der Bahn ins Tal.

Radfahrer touchiert von Auto

Rottach-Egern – Auf dem Rückweg von diesem Einsatz fanden die Bergwachtler auf der Suttenstraße einen gestürzten Radfahrer vor. Der 42-jähriger Radfahrer hatte ein Auto touchiert und sich bei dem nachfolgenden Sturz am Kopf und an der Schulter verletzt. Der bereits alarmierte Rettungswagen traf kurz darauf ein, sodass die Bergwachtler ohne weitere Versorgung den Heimweg antreten konnten.

„Die Bergwacht Rottach-Egern stellt ehrenamtlich rund um die Uhr den Bergrettungsdienst im Tegernseertal sicher. Alle Einsatzkräfte sind Freiwillige, die in ihrer Freizeit ausrücken“, heißt es in der Pressemitteilung.

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