Brunnthalerin (23) inszeniert glamouröse Show: Verbot von Weihnachten, was soll das denn?

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Riesenspektakel: Die Christmas Experience vor einem Jahr in München. © ICF

Zum dritten Mal erleben die Zuschauer in der Vorweihnachtszeit im Showpalast München die kirchliche Christmas Experience mit vier Vorstellungen. Die Regisseurin stammt aus Brunnthal und ist schon aufgeregt.

Gerechnet wird im Showpalast mit rund 6000 Zuschauern vor Ort. Die Autorin und Regisseurin dieser Inszenierung mit einem hundertköpfigen Team stammt aus Brunnthal. Sonja Baumann (23) hat seit Anfang des Jahres bereits unzählige ehrenamtliche Stunden in das Projekt gesteckt.

Auf Youtube kann man einen Trailer zur Aufführung des vergangenen Jahres sehen. Ein Riesenspektakel. Wie haben Sie das auf die Beine gestellt?

Zum dritten Mal in Folge bin ich in diese Show involviert. Das grobe Konzept bekamen wir an die Hand: den groben Storyrahmen, wo lassen sich Tänze einbauen. Auch erste Dialoge sind erstellt. Wir haben uns dann überlegt, wie es mit dem Team umgesetzt werden kann, organisieren die Castings und sorgen dafür, dass es auf die Bühne gelangt. In diesem Jahr spielt das Ganze in der Zukunft.

Was spricht die Glaskugel?

Weihnachten wird als Fest verboten. Da stellt sich nun für einige die Fragen, wie man damit umgehen soll. Ein paar tapfere Zeitgenossen rebellieren. Eine Reporterin fährt in das so genannte Nordviertel, in die Rebellenhochburg, und will die Bewohner interviewen. Sie bekommt live eine Razzia mit und wird gemeinsam mit einigen weiteren in U-Haft genommen. Sie komme später frei und gehen gemeinsam auf eine Reise, wo ihr die Bedeutung von Weihnachten viel klarer wird. Am Ende darf man sich auf ein großes Medley mit viel Tanz freuen.

Im vergangenen Jahr war viel Glitzer und Glamour zu sehen. Heuer auch wieder?

2023 lag der Fokus auf einer fernsehtauglichen Inszenierung, bei der Zuschauer auch live mit eingebunden waren. Dieses Mal soll alle Aufmerksamkeit sich wieder voll und ganz auf die Bühne richten: mit Glitzer, einem Schneedorf und einer LED-Leinwand, die schöne Effekte dazugibt.

Wie sind Sie denn zu dieser Liebe zum Theater gekommen, schon in der Kindheit in Brunnthal?

Ja. Mit elf Jahren bin ich mit meinen Eltern hierher gezogen und habe hier zunächst in der Musikschule zehn Jahre Geige gespielt. Im Gymnasium Höhenkirchen gab es außerdem einen Theaterbesuchskreis. In diesem Rahmen haben wir fünf Theaterstücke im Jahr besucht, was eine große Begeisterung bei mir geweckt hat. Damals gab es leider an der Schule noch keinen musischen Zweig, er kam erst später dazu. Aber auch zu meiner Zeit haben schon Schultheater gespielt, bei drei Aufführungen habe ich mitgemacht.

Zu dieser Zeit haben Sie also schon Interesse dafür gezeigt. Das jetzige Projekt betreuen Sie ehrenamtlich, oder?

Ja. Das hat mir immer schon sehr viel Spaß gemacht, aber ich wusste natürlich schon früh, dass es sehr schwierig ist, in das erfolgreiche Schauspielmilieu hineinzukommen. Schon die Ausbildung ist oft sehr teuer. Deshalb habe ich mit dazu entschieden, soziale Arbeit an der katholischen Stiftungshochschule zu studieren. In diesem Bereich ist Kreativität, auch Schauspiel gut unterzubringen. Dazu passend habe ich einen Theaterkurs belegt. Im Rahmen meines kirchlichen Engagements habe ich im Kindergottesdienst angefangen, kleine Theaterstücke zu schreiben. Über diese Verbindung bin zu der Show in Freimann gekommen.

Das Studium läuft noch bei Ihnen, was für eine berufliche Aussicht haben Sie jetzt im Auge?

Ich schreibe gerade meine Bachelor-Arbeit und könnte mir vorstellen, die soziale Arbeit mit dem Theater zu verbinden. Man kann mit unterschiedlichen Altersgruppen arbeiten und das Selbstbewusstsein von Kindern stärken. Das ist der Traum, wo ich hin will.

Wo werden sie bei den Aufführungen sein?

Bei den Proben erkläre ich die Laufwege, beim Stück selbst bin ich entweder hinter der Bühne, um die Mitspieler hinauszuschicken oder vorne zum Anfeuern.

Sonja Baumann aus Brunnthal wollte schon zu Schulzeiten gerne Theater spielen.
Sonja Baumann aus Brunnthal wollte schon zu Schulzeiten gerne Theater spielen. © ICF

Premiere und weitere Vorstellungen

Die Premiere der Christmas Experience von Bayerns größter Freikirche ICF findet am Samstag, 7. Dezember, um 19.30 Uhr im Showpalast am Hans-Jensen-Weg in München statt. Weitere Vorstellungen sind am Sonntag um 11 Uhr (Familienmatinee), um 15 und um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die überkonfessionelle Freikirche München (ICF) wird gebeten. Nach der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit, bei Glühwein, Punsch und Essen etwas länger zu bleiben. Für alle, die nicht vor Ort sein können ,gibt es einen kostenlosen Livestream der Shows am Samstagabend und Sonntagmorgen auf Youtube (youtube.com/icfmuenchen).

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