Weiße Weihnachten bleiben ein Traum. Doch die Skigebiete am Spitzingsee und Sudelfeld setzen auf Kunstschnee für den Pistenbetrieb.
Weiße Weihnachtsfeiertage sind eine romantische Vorstellung, doch der Traum vom tief verschneiten Fest wird sich nicht erfüllen, glaubt man den Wetterfröschen. Es wird zwar etwas kälter, und ein paar Flocken sollen auch fallen, aber für richtigen Schnee wird es an Weihnachten eher nicht reichen. Skifahren im Spitzinggebiet und am Sudelfeld sei in den Ferien dennoch möglich, versichern die Betreiber – wenn auch eingeschränkt.
Die Hauptabfahrten sind dank Beschneiung geöffnet
Wer dieser Tage mit dem Stümpflinglift zur Bergstation unterwegs ist, sieht die offizielle Prognose auf der linken Trassenseite bestätigt. Der Speichersee ist randvoll. Die Menge dürfte ausreichen, um die Beschneiung der großen Abfahrten bis über die Feiertage zu ermöglichen. Bei der Alpenbahnen Spitzingsee geht man davon aus, so Sprecherin Anastasia Asenstorfer, „dass wir den aktuellen Status auch über die Feiertage halten können, insbesondere, wenn sich nun auch die Wetterlage etwas dreht und es wieder kälter wird. Mit etwas Glück schneit es in den Ferien auch noch“. Das wäre auch bitter nötig. Denn am Spitzingsee sind dank Kunstschnee nur drei von neuen Pisten und vier von elf Liften geöffnet (Stand: Dienstag), am Sudelfeld sind es immerhin 15 von 27 Pisten und neun von 13 Anlagen, die Skifahren ermöglichen, sowie Abfahrten zu den Parkplätzen in beiden Skigebieten.
Dass man über die kompletten Weihnachtsferien Vollbetrieb anbieten könne, passiere die letzten 30 Jahre schon eher selten, räumt Asenstorfer ein. Eine willkommene Ausnahme seien die letztjährigen Weihnachtsferien gewesen. Doch die Bahnchefin ist optimistisch: „Ein bisserl was geht immer. Und wenn schönes Wetter ist, dann kommen die Gäste auch deswegen.“ Deshalb fährt ausnahmsweise auch die Taubenstein-Kabinenbahn.
In Bayrischzell und Rottach ist sogar Langlaufen drin
Asenstorfer zufolge sind es weniger Weihnachtsurlauber rund um Tegernsee und Schliersee, die die Pisten bevölkern. Die meisten ihrer Skigäste „sind Einheimische und Tagesausflügler aus dem Großraum München und den benachbarten Landkreisen“. Womöglich mehr denn je, denn: Südlich des Alpenhauptkammes ist die Schneelage nicht viel besser. Selbst im Dolomiten-Skigebiet sind viele Pisten unbefahrbar. Auch dort liegt kaum Schnee, und für den Kunstschnee ist es vielerorts selbst über 2000 Meter noch zu warm.
Selbst Langläufer müssen dieser Tage im Landkreis die Bretter nicht im Keller lassen. In Bayrischzell und am Suttensee (Rottach-Egern) sind Loipen befahrbar. Infos auf www.tegern see-schliersee.de.