Geheimes Dokument: Gefährlicher Fund in Bar in Crans-Montana belastet Betreiber schwer

  1. Startseite
  2. Welt

Geheimes Dokument: Gefährlicher Fund in Crans-Montana belastet Bar-Betreiber schwer

Kommentare

Einem Bericht der Polizei zufolge haben Beamte in der Schweizer Bar einen brisanten Fund gemacht, der die Betreiber schwer belastet.

Crans-Montana – Eine Silvesterfeier in der Schweiz verwandelt sich in eine Feuerkatastrophe mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten. Jetzt, drei Wochen nach dem schrecklichen Brand in der Schweizer Bar „Le Constellation“ in dem Wintersportort Crans-Montana, werden schockierende Einzelheiten bekannt.

Crans-Montana Kerzen Blumen Zelt
Blumen und Kerzen für die Opfer des Brandes in der Bar „Le Constellation“ an Silvester. © picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth

Ein geheimer Ermittlungsbericht, der der Bild vorliegt, soll belegen: Forensiker entdeckten im Untergeschoss der Bar ein Lager voller Pyrotechnik. Auch verbotene Böller sollen dabei zum Vorschein gekommen sein. Diese Entdeckungen bringen die Barbetreiber in große Bedrängnis.

Geheimes Dokument enthüllt gefährlichen Fund in Bar in Crans-Montana

Laut dem Blatt entdeckten die Ermittler am Neujahrstag während ihrer zwölf Minuten dauernden Inspektion der niedergebrannten Bar bereits 25 verbrauchte Feuer-Fontänen in Sektflaschen. In dem Papier notieren die Ermittler entsprechend: „Bei solchen Fontänen handelt es sich um nichtmetallische Hülsen, die einen funken- und flammenerzeugenden pyrotechnischen Satz enthalten und zur Erzeugung von Funken und Flammen mit akustischer Wirkung konzipiert sind“.

Weiterhin sollen in einem blauen Beutel zudem verbotene Bodenböller der Marke „Lupo P1“ entdeckt worden sein, neben dem Aufenthaltsbereich im Erdgeschoss befanden sich außerdem noch 100 weitere eingepackte Fontänen der Marke „Pyragric Industrie“.

Tragödie in Crans-Montana: Bedienung hielt Fontänen an die Decke

Bilder aus dem Dokument zeigen laut der Zeitung, wie eine Bedienung in der Silvesternacht um 1.26 Uhr zwei Flaschen mit Sekt mit Feuer-Fontänen am Flaschenhals durch das Untergeschoss transportiert haben soll. Ein Zeuge erklärte in seiner Befragung entsprechend, dass die Bedienung auf die Schultern eines anderen Angestellten gestiegen sein soll und die Arme mit den Flaschen nach oben streckte. Die Decke fing demnach sofort Feuer.

Laut Bild-Zeitung gab der Barinhaber Jacques Moretti (49) zu, dass sich dieses Ritual „Sparkler“ nannte und bereits seit einem Jahrzehnt durchgeführt wurde. Demnach sei niemals etwas geschehen, er habe persönlich Tests mit dem Schaumstoff an der Decke durchgeführt. Moretti befindet sich bereits wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung in Untersuchungshaft. Gegen die Inhaber bestehen mehrere schwerwiegende Vorwürfe.

Kanton zahlt Soforthilfe an Familien der Opfer

Der Schweizer Kanton Wallis hat entschieden, an insgesamt 156 Opfer beziehungsweise deren Familien eine finanzielle Soforthilfe von jeweils 10.000 Franken (rund 10.700 Euro) zu zahlen. Erst kürzlich hatte auch Papst Leo XIV. den Familien der Opfer Trost gespendet und Angehörige von Todesopfern und Verletzten im Vatikan zu einer privaten Audienz empfangen.

Bei dem Feuer-Drama an Silvester in dem Schweizer Wintersportort geriet in der vollen Bar die Decke durch Partyfontänen in Brand, viele Besucher – insbesondere junge Menschen – konnten nicht fliehen. 40 Personen starben, mehr als 100 erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Ungefähr 80 Personen befinden sich noch im Krankenhaus. (Quellen: Bild, dpa) (phs)

Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel oder ähnliche Erfahrungen gemacht? Haben Sie Fehler entdeckt? Schreiben Sie direkt an unsere Autorin/unseren Autor.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/geheimes-dokument-gefaehrlicher-fund-in-bar-in-crans-montana-belastet-betreiber-schwer-zr-94136361.html