Der Waakirchner Gemeinderat bewilligt 30.000 Euro Zuschuss für die Sanierung von vier Fußballplätzen, um den Spielbetrieb der Vereine nachhaltig zu sichern.
Waakirchen – Nach kurzer Diskussion gab der Waakirchner Gemeinderat grünes Licht für einen satten Zuschuss zur Sanierung von vier Fußballplätzen in der Gemeinde. Insgesamt 30.000 Euro wurden für die erforderlichen Maßnahmen genehmigt, die noch heuer sowie 2026 realisiert werden sollen.
Seit über zehn Jahren arbeiten die beiden Sportvereine TSV Schaftlach und SV Waakirchen-Marienstein zusammen. Insbesondere im Bereich Herren- und im Jugendfußball, der im Spielbetrieb unter MSW Oberland firmiert. Insgesamt sind allein in der Sparte Fußball rund 200 Vereinsmitglieder – über 40 Erwachsene und über 160 Kinder und Jugendliche – aktiv, heißt es im vorgelegten Zuschussantrag.
Für den Trainings- und Spielbetrieb werden neben der Schulsportanlage an der Grundschulturnhalle vier weitere Fußballplätze genutzt (Schaftlach, Posch, Krai West und Krai Ost). Da im vergangenen Herbst der Schulsportplatz wegen Pilzbefall gesperrt war und die anderen Plätze für den Trainingsbetrieb intensiv genutzt wurden – am Posch gebe es zudem ein ernsthaftes Wühlmaus-Problem – weisen alle vier genannten Plätze akuten Sanierungsbedarf auf, erläuterte Gemeinderat Michael Mohrenweiser (ABV), der beim SVWM auch als Jugendleiter Fußball Großfeld engagiert ist.
Gemeinderat bewilligt Fördermittel
Gepflegt wurden die vier Plätze über die Jahre stets ehrenamtlich. Um den dennoch entstandenen Sanierungsbedarf zu beheben und Verletzungsgefahren zu beseitigen, hatten beide Vereine bereits Angebote eingeholt und kalkulierten die Gesamt-Bruttokosten der Maßnahmen laut Antrag auf 56.000 Euro und veranschlagten verschiedene Sanierungszeiträume.
Im Einzelnen gliedern sich die Kosten so auf: Schaftlach 12.000 Euro (drittes Quartal 2025), Posch 12.000 Euro (drittes Quartal 2026), Krai West 18.000 Euro (drittes Quartal 2025) und Krai Ost 14.000 Euro (drittes Quartal 2026). Fördermittel seitens der Sportverbände BLSV und BFV seien für derartige Sanierungen leider nicht verfügbar.
„Wir wissen, dass es viel Geld ist, aber deswegen haben wir es über mehrere Quartale gestreckt“, betonte Mohrenweiser. Rudi Reber (ABV) bestätigte, dass der Schaden durch Wühlmäuse eine „Riesenkatastrophe“ ist und es mit Walzen allein nicht getan sei. „Das ist top angelegtes Geld.
Sanierungsbedarf und Finanzierung in der Gemeinde Waakirchen
Die vier Plätze gehören wirklich saniert, es geht um die Gesundheit unserer Kinder.“ Thomas Thrainer (FWG) erinnerte daran, dass ein gewisser Eigenanteil zu stemmen sei und richtete auch einen Appell an die Eltern, die Sportvereine hier zu unterstützen. Mohrenweiser schob nach, die Höhe der Mitgliedsbeiträge künftig überdenken zu müssen und betonte, keinesfalls den vollen Betrag zu fordern. „Die Vorstände sind über jede Unterstützung dankbar.“
Hinsichtlich Jugendarbeit und ehrenamtlicher Betreuung sprach sich Cornelia Riepe (Grüne) für einen Zuschuss aus. Bei der Vorberatung im Finanzausschuss sei bereits der Vorschlag von 25.000 Euro über zwei Jahre ins Spiel gebracht worden. Gisela Hölscher (FW) schlug in der Sitzung 30.000 Euro über zwei Jahre vor. Auch das Angebot, jeweils 12.500 Euro über drei Jahre zu geben, stand im Raum.
Kritik am hohen Zuschussbetrag und Diskussion um Vereinsfinanzen
Ebenfalls kritisch sah den hohen Zuschuss Christine Weindl (CSU): Die Sportvereine würden bereits bei den Pachten gut gesponsert von der Gemeinde. „Wir haben so viele Vereine, die wir gleich behandeln müssen. Die Sportvereine müssen auch selber was beitragen.“ Daraufhin bekam TSV-Vorstand Markus Walser, der ebenso wie SVWM-Vorstand Charlie Hammerer unter den Zuhörern saß, kurz das Wort erteilt.
Nach Abzug der Ausgaben, insbesondere für die Pflege der Rasenplätze, blieben keine großen Beträge übrig, erklärte Walser. Michael Mohrenweiser verwies außerdem auf das Abteilungskonzept beim SVWM – die einzelnen Sparten führen jeweils eigene Kassen. Martin Weingärtner (ABV) und Rudi Reber sympathisierten schließlich mit Gisela Hölschers Anregung. „Der Gemeinde geht’s gut“, befand Reber.
Bürgermeister Norbert Kerkel leitete anschließend zur Abstimmung über. Der Betrag von 30.000 Euro, verteilt auf zwei Jahre, bekam die meisten Ja-Stimmen (14 zu drei), worauf sich Michael Mohrenweiser im Namen der beiden Sportvereine herzlich bedankte. Daniela Skodacek
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