Hunderte Besucher feierten am Samstag das 145-jährige Bestehen des Dachsbräu in Weilheim. Dabei gab es viel Lob für die kleine Brauerei.
Weilheim – Von „gelebter Biergeschichte“ sprach Mario Schäfer in seinem Grußwort zur 145-Jahr-Feier des Weilheimer Dachsbräu. Der Geschäftsführer des Verbands Privater Brauereien konnte sich davon am Samstag im Brauereihof des Familienunternehmens selbst überzeugen: Es herrschte lebhaftes Treiben mit Ausschank von Fest- und Weißbier, mit langen Schlangen an der Grillstation und einem kleinen Volksfest für die jüngsten Besucher auf dem Parkplatz der nebenan liegenden Kinderarztpraxis.
Die Weilheimer kamen in Scharen, um ihren Dachsbräu zu feiern
Die sechs Reihen mit jeweils 14 Biertischen im Innenhof der Brauerei boten mehr als 800 Besuchern Platz vor der Bühne, auf der tagsüber erst die Weilheimer Stadtkapelle und danach die Musikkapelle Iffeldorf-Antdorf aufspielten. Und die Weilheimer kamen in Scharen, um ihren Dachsbräu zu feiern – die Bierbänke waren schon von Anfang an gut besetzt. Viele Gäste blieben längere Zeit, an anderen Tischen wechselten die Besucher.
Die Brauerei ist auch bekannt für kreative Lösungen
Da die Stadtkapelle „unplugged“ spielte, fehlte zur geplanten Begrüßung am Vormittag eine Lautsprecheranlage. Eine kleine Handbox kam gegen das Stimmengewirr nicht an. Ein Anruf löste das Problem: Die Iffeldorfer hatten Verstärker und Mikrophon im Gepäck. Und so lobte Verbands-Chef Schäfer die Familie Klose – mit Altbräu Ulrich und seinem Sohn Günter, dem aktuellen Bräu, und dessen Schwester Ulrike Flassig, die sich um das Betriebswirtschaftliche kümmert, an der Spitze – eben erst am frühen Nachmittag. Den Feiergästen, die auch dank des angenehmen und vor allem trockenen Wetters bester Laune waren, war‘s egal.
Mit einem Hof-Kauf begann 1879 eine Erfolgsgeschichte
Schäfer sprach von einer Erfolgsgeschichte, die 1879 mit dem Kauf des zur Versteigerung stehenden landwirtschaftlichen Anwesens durch den Münchner Bierbrauer Georg Dachs begann. Schäfer: „Das zeigt, hier wurde vieles richtig gemacht.“ Familienunternehmer würden nicht in Geschäftsjahren, sondern in Generationen denken: „Und wie ich sehe, hilft die nächste Generation auch schon mit.“ Er lobte die Familie Klose, die immer wieder mit „kreativen Lösungen“ auffalle, auch für ihre Arbeit im Verband der Privaten Brauereien: „Solche Mitglieder wünscht man sich.“
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Bräu Günter Klose und die erst jüngst gewählte Bierkönigin Linnea Klee aus Jetzendorf (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) hatten zuvor jeweils nur kurz viel Spaß und Freude bei dem Fest gewünscht. Dass dies so war, dazu trugen auch die Weilheimer Goaßlschnalzer, der Männerchor Münchner Liedertafel und am Abend die Band „Take two“ bei. Viele Gäste dürften gespannt sein, was beim nächsten traditionell alle fünf Jahre stattfindenden Fest geboten wird: Dann sind es nämlich 150 Jahre Dachsbräu.
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