In wenigen Jahren steht Gläubigen die Ickinger Auferstehungskirche nicht mehr zur Verfügung. Die Kirche wird profaniert. Aus diesem Anlass findet am Mittwoch eine Bürgerstunde vor Ort statt.
Icking - Auch die Gemeinde Icking kommt um eine Profanierung einer ihrer Kirchen nicht herum. Es handelt sich wie mehrfach berichtet um die evangelische Auferstehungskirche neben dem Schulzentrum, die entweiht werden und in fünf bis zehn Jahren den Gläubigen nicht mehr für Gottesdienste zur Verfügung stehen wird.
Die Kirche will die Immobilie verkaufen, die Gemeinde sieht das Ganze als Chance, „ein neues Begegnungszentrum als soziale Mitte des Orts“ zu schaffen. Wie aber das besondere sakrale Gebäude mit seiner Zeltform und dem frei stehenden Turm später genau genutzt werden könnte, welche Vorstellungen dazu es seitens der Ickinger gibt: Das ist Thema einer Bürgerwerkstatt, die am Mittwoch, 2. Juli, ansteht. Die Versammlung findet vor Ort am Ichoring 49 statt, sie beginnt um 19 Uhr.
Icking: Bürgerwerkstatt in Auferstehungskirche – Verschiedene Konzepte vorgestellt
Vorgestellt wird an diesem Abend, den die Verwaltung gemeinsam mit der Kirchengemeinde veranstaltet, auch das Konzept von Antonius Viehmann, der aus Icking kommt, Architektur studiert und seine Masterarbeit über eine Nachnutzung des Kirchenareals geschrieben hat. Viehmann sieht auf dem 3400 Quadratmeter großen Gelände einen Mix aus Wohnungen und Gemeinschaftsräumen vor.
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Die Kirche selbst, 350 Quadratmeter groß, könne man, so seine Idee, in einen „multicodierten Ort mit Bibliothek und Bühne“ umwandeln – ohne große Umbaumaßnahmen vornehmen zu müssen. Lediglich die Galerie würde Antonius Viehmann zu beiden Seiten in den Kirchenraum hinein über Treppenaufgänge erschließen lassen. Als Motto der Bürgerwerkstatt hat die Gemeindeverwaltung ausgegeben: „Gemeinsames entsteht gemeinsam“. ak