Rente unter Druck: Immer mehr Deutsche sparen auf diese Art fürs Alter

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Vor einigen Jahren waren ETFs als Altersvorsorge noch nichts für die breite Masse. Inzwischen erfreuen sie sich jedoch immer größerer Beliebtheit.

Kassel – Vielen reicht die gesetzliche Rente schon heute nicht mehr zum Leben. Und in den kommenden Jahren, in denen die Babyboomer in Rente gehen, wird sich diese Lage wohl noch weiter zuspitzen. Aus diesem Grund diskutiert die Politik derzeit heftig, welche Reformen die Rente zukunftssicher machen können. Einige Änderungen bei der Rente sind schon Anfang 2026 in Kraft getreten, weitere sollen folgen.

So schneiden deutsche Renter laut dem Rentenatlas 2025 ab
Die private Rentenvorsorge wird immer wichtiger, um später nicht von Altersarmut betroffen zu sein. Besonders eine Vorsorgeform erfreut sich zunehmender Beliebtheit. (Symbolbild) © IMAGO

Eine Rente, die im Alter zum Leben reicht, wird wohl rein durch die gesetzliche Vorsorge nicht erreichbar sein. Entsprechend gewinnt die private Vorsorge einen zunehmend wichtigen Stellenwert. Besonders eine Vorsorgeform hat in den vergangenen Jahren immer mehr Zuspruch gefunden: ETFs.

ETFs als Rentenvorsorge werden immer beliebter – Merz will diesen Trend noch stärken

Als ETF (Exchange Traded Fund) wird eine Sammlung von Aktien genannt, die an der Börse gehandelt werden. Aufgrund ihrer breiten Streuung gelten sie als sicherer als der klassische Handel mit einzelnen Wertpapieren.

Insgesamt 14,1 Millionen Menschen investierten 2025 in Aktien, Fonds oder ETFs – so viele wie nie zuvor. Das sind zwei Millionen mehr als noch ein Jahr davor. Deutsche Fondsgesellschaften verwalteten Ende 2025 die Rekordsumme von 4,85 Billionen Euro, wie die Tagesschau berichtet. Das waren 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Besonders gefragt waren Publikumsfonds für Privatanleger: 86 Milliarden Euro flossen allein in diese Anlageform, davon 57 Milliarden in Aktien- und Anleihe-ETFs. „Immer mehr Menschen erkennen, dass Wertpapiere ein zentraler Baustein für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge sind“, zitiert t-online.de Matthias Liermann, Präsident des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI).

Private Altersvorsorge: Merz-Regierung will ETF-Rente stärken

Es gibt allerdings auch noch andere Vorsorge-Optionen. Für Hausbesitzer kann etwa eine Immobilienrente eine gute private Altersvorsorge sein. Selbst die verrufene Riester-Rente kann für so manchen Anleger die richtige Wahl sein.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die positive Entwicklung beim ETF- und Fondssparen politisch noch verstärken. Bei seiner Rede vor der Deutschen Börse kündigte er eine grundlegende Reform der Altersvorsorge noch für 2026 an. „Die gesetzliche Rentenversicherung wird bleiben. Aber sie wird eben nur ein Baustein eines neuen Gesamtversorgungsniveaus werden“, so der CDU-Chef. Betriebliche und private Altersvorsorge sollen künftig eine „wesentlich größere Rolle spielen“ – beide kapitalgedeckt über die Börse. Merz spricht von einem „Paradigmenwechsel“ in der deutschen Altersversorgungspolitik. (Quellen: Tagesschau, t-online) (sp)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/wirtschaft/rente-unter-druck-immer-mehr-deutsche-sparen-auf-diese-art-fuers-alter-94164934.html