Terrorverdacht! Jetzt prüft Generalbundesanwalt den Berliner Brandanschlag

  • Im Video: Berliner Blackout: Fataler Behördenbericht warnte noch vor Chaos 

In Berlin sind nach einem Brandanschlag auf ein Hauptkabel des Kraftwerks Lichterfelde Zehntausende Menschen ohne Strom. Die linksextremistische Vulkangruppe hat sich in einem Schreiben zur Tat bekannt. Es wäre nicht der erste Anschlag dieser Gruppe, die nach Informationen aus Sicherheitskreisen gut organisiert ist.

Terror? Generalbundesanwalt prüft Berliner Brandanschlag

Jetzt prüft der für Terror-Verfahren zuständige Generalbundesanwalt (GBA) nach Informationen von FOCUS online den Fall. Es geht um die mögliche Bildung einer terroristischen Vereinigung. 

Offiziell will sich die Staatsanwaltschaft des Bundes nicht dazu äußern. "Wir stehen mit den zuständigen Behörden zu dem Fall in Kontakt", sagte eine Pressesprecherin des GBA zu FOCUS online.

Sie bestätigte aber, dass man bereits zwei frühere Verfahren an sich gezogen habe: So ermittle das Referat für Linksextremismus "eine Reihe von möglicherweise linksextremistisch motivierten Sabotageakten und Anschlägen."

Terror-Ermittlungen wegen Tesla-Anschlag laufen noch

Darunter seien auch Brandanschläge der sogenannten "Vulkangruppen" auf Infrastruktureinrichtungen: die Inbrandsetzung einer Kabelbrücke am Berliner Bahnhof Ostkreuz im Mai 2011 und der Brandanschlag auf die Stromversorgung des Tesla-Werks im brandenburgischen Grünheide am 5. März 2024. 

"Die in Betracht kommenden Straftatbestände variieren je nach Einzelfall, mit Blick auf das Tesla-Werk besteht etwa der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie Brandstiftung", so eine GBA-Sprecherin zu FOCUS online.

Bislang gab es in den Fällen keinerlei Festnahmen.